Multiple Sklerose (MS): Gesunde Ernährung
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Rund 130.000 Menschen in der Bundesrepublik sind an Multipler Sklerose erkrankt. Bislang gab es für die Betroffenen kaum etwas, womit sie sich selbst helfen konnten. Doch jetzt können sie Hoffnung schöpfen: Mit der richtigen Ernährung lässt sich die Krankheit positiv beeinflussen.
Bei der Multiplen Sklerose – einer chronischen Erkrankung des Zentralnervensystems, die in sehr unterschiedlichen Schüben verläuft – sind vor allem die mit der Nahrung aufgenommenen Fette ins Blickfeld geraten. Drei Fettsäuren spielen im Körper eine Schlüsselrolle: Linolsäure, Linolensäure und Arachidonsäure. Linolsäure und Linolensäure sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen, da der Körper sie nicht selbst herstellen kann. Die Arachidonsäure ist ebenfalls mehrfach ungesättigt, kann aber vom Körper selbst gebildet werden. In der Nahrung findet sie sich nur in tierischen Nahrungsmitteln. Pflanzliche sind frei davon.
Was die Arachidonsäure im Fall von Multipler Sklerose (MS) so interessant macht: Sie ist eine Vorstufe von Entzündungsbotenstoffen (Prostaglandine und Leukotriene). Je mehr Arachidonsäure sich im Körper befindet, desto schlimmer entwickelt sich eine Entzündung. Weniger Arachidonsäure beeinflusst den Entzündungsprozess positiv. Es wird angenommen, dass eine Verringerung der Arachidonsäure in der Nahrung bei Multipler Sklerose (MS) ebenfalls ein Fortschritt bei der Bekämpfung der entzündlichen Erscheinungen sein könnte.
Einen eindeutig günstigen Einfluss scheinen auch die in Kaltwasser-Seefischen enthaltenen Omega-3-Fettsäuren zu haben. Sie wirken entzündungshemmend und scheinen die Zeit zwischen den MS-Schüben zu verlängern. In einer ersten klinischen Studie deutete sich an, dass MS-Patienten, die mehr Fischöl zu sich nahmen, seltener unter den gefürchteten Schüben zu leiden hatten und ihre Krankheit insgesamt langsamer voranschritt. Omega-3-Fettsäuren finden sich auch in Weizenkeimöl, Leinöl, Sojaöl und Rapsöl.