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Was Ihnen bei Migräne außer Medikamenten noch helfen kann

Lange Zeit standen bestimmte Nahrungsmittel wie Rotwein, Schokolade oder Käse im Verdacht, eine Migräne-Attacke auszulösen. Ebenso wie der übermäßige Genuss von Alkohol, Nikotin oder Kaffee.

Pro oder contra Schokolade?

Was die Wissenschaftler zum Thema Migräne mittlerweile sicher wissen: Bestimmte Reize führen zu einer Art Entzündung der Hirnhaut und der darin verlaufenden Hirngefäße. Durch die Entzündung empfindet man beim Pulsieren der Hirngefäße Schmerzen. Bei einigen Patienten führt eine Histamin-Intoleranz zu Migräne-Anfällen. So setzt zum Beispiel Kakao im Körper Histamin frei: Es wehrt körperfremde Stoffe ab und Ihr Körper produziert es auch bei allergischen Reaktionen.

In der Regel baut das Enzym Diaminoxidase das überschüssige Histamin im Körper ab. Dies gilt nicht, wenn die Aktivität dieses Enzyms eingeschränkt oder sogar gestört ist und Ihr Körper das Histamin nicht richtig verwertet. Wenn Sie zu diesen Migräne-Patienten gehören, kann Schokolade durchaus schuld an Ihrer Migräne sein.

Unterdrückung eines Schubs möglich

Interessanterweise ist sie aber nicht unbedingt der Auslöser. Vielmehr gilt der Heißhunger auf Schokolode als Frühwarnsignal. Wenn Sie also die Gier nach einem Schokoriegel überfällt, rollt die Migräne schon an. Der Heißhunger auf Süßigkeiten oder andere Lebensmittel kündigt die gefürchteten Kopfschmerzen vieler Betroffenen ein bis zwei Tage vorher an. Nur wissen das die wenigsten von ihnen. Liegen sie schließlich kurz nach der Schoko-Orgie mit heftigen Kopfschmerzen im Bett, machen sie die Schokolade dafür verantwortlich.

Jetzt legten Wissenschaftler der Missouri State University Daten vor, nach denen eine 10-prozentige Anreicherung der Nahrung mit Kakao zu einer deutlich erhöhten Konzentration an anti-entzündlichen Proteinen führte. Diese können den Migräneschub regelrecht unterdrücken.

Bewegen Sie sich gegen den Stress

Körperliche Bewegung ist die beste und natürlichste Maßnahme, mit der Sie Ihren Körper von Stresshormonen befreien. Also gehen Sie einfach so oft wie möglich strammen Schrittes Spazieren. Nutzen Sie Ihre Mittagspause und den Feierabend für körperliche Aktivtäten wie Radfahren, Joggen oder Schwimmen.

Wenn Sie zu Migräne neigen, können Sie durch Schwimmen gute Erfolge bei der Vorbeugung erzielen, weil das sanfte Gleiten durchs Wasser sehr entspannend ist. Gerade bei Hitze (Gefahr von Flüssigkeitsmangel) kann eine Schwimmeinheit für Sie besser sein als ein Lauf.

Weitere Möglichkeiten

Neben Medikamenten gibt es einige Maßnahmen zur Verringerung von Zahl und Schwere der Attacken:

  • Achten Sie auf einen regelmäßigen Schlaf-/Wachrhythmus.
  • Vermeiden Sie Migräneauslöser wie problematische Gerüche oder Speisen, die eine Attacke in Gang setzen können.
  • Treiben Sie regelmäßig Sport wie Joggen oder Walken.
  • Falls Sie Raucher sind, hören Sie damit auf. Rauchen ist ein bekannter Migräneauslöser.
  • Nutzen Sie Entspannungsübungen wie Yoga oder verbringen Sie Zeit mit Lesen oder Musikhören.
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