Migräne: Vorsicht vor OP
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Immer wieder können Migräne-Patienten von einem Operationsverfahren lesen, das ihrem quälenden Leiden angeblich ein schnelles Ende bereiten soll. Dabei wird der so genannte Corrugator-Muskel durchtrennt, der an der Stirn die „Zornesfalten“ entstehen lässt. Das soll die Durchblutung im Kopfbereich verbessern und Nervenreizungen lindern.
Vor dieser Praxis warnte jedoch Professor Christoph Diener, Kopfschmerzexperte der Universitätsklinik in Essen, im Januar 2007 in dem Internetportal für Mediziner univadis. Die Wirksamkeit des Eingriffs sei nicht bewiesen, und der Patient müsse die Kosten von über 1.500 € aus eigener Tasche bezahlen. Die gelegentlichen Erfolgsberichte kämen, so Professor Diener, vor allem deshalb zustande, weil die meisten Patienten, die sich unters Messer legten, zwischen 45 und 55 Jahren alt seien. Und das ist exakt jenes Alter, in dem die Migräneaktivität erfahrungsgemäß ohnehin nachlässt.
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