Migräne: Unseriöse Operationsmethode
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Ein Schnitt durch einen kleinen Stirnmuskel oberhalb der Nasenwurzel soll angeblich 80 % aller Migräne-Patienten dauerhaft von ihren Beschwerden heilen können. Das zumindest versprechen seit einiger Zeit scheinbar seriöse Anzeigen von Privatkliniken vorwiegend in Frauenzeitschriften. Doch der etwa 1.500 € teure „Muskelschnitt bei Migräne ist vor allem Geldschneiderei“, warnte die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) im April 2007.
Angeblich sei der kleine Muskel Corrugator supercilii die Ursache der Schmerzen: Indem er sich ständig der Mimik anpasse, reize er den zugehörigen Nerv und führe zu einer verminderten Durchblutung der umliegenden kleinen Gefäße. Für den Neurologie-Professor Hans-Christoph Diener vom Universitätsklinikum Duisburg-Essen handelt es sich bei der angepriesenen Methode jedoch eher um ein tragisches Beispiel von vorsätzlicher Körperverletzung, getarnt als vorbeugende Behandlung. Falls Sie an einen solchen Eingriff gedacht haben: Verzichten Sie darauf!
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