Migräne: So erkennen Sie sie
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Wenn Sie jemals eine Migräne hatten, wissen Sie, dass sich dahinter mehr verbirgt als schwere Kopfschmerzen. Migräneschmerzen treten bei etwa 17% der Frauen und 6% der Männer auf – in Deutschland summiert sich das schätzungsweise auf etwa 6 bis 8 Millionen Menschen.
Woran Sie eine Migräne erkennen
Bei einigen tritt die Migräne nur gelegentlich auf. Auf der anderen Seite gibt es aber Menschen mit häufigen Attacken, die das Leben schwer beeinträchtigen können. Glücklicherweise gibt es Fortschritte in der Handhabung der Migräne. Obwohl eine individuelle Abstimmung der Behandlung erfolgen muss, kann den meisten Menschen geholfen werden.
Die meisten Kopfschmerzen sind primärer Art, sind also nicht die Folge einer anderen Erkrankung. Die Migräne gehört zu den 3 häufigsten Arten der primären Kopfschmerzen.
Verschiedene Formen von Kopfschmerzen verursachen meist verschiedene Schmerzarten. Spannungskopfschmerzen sind meist durch dumpfe, drückende Schmerzen gekennzeichnet, die sich langsam aufbauen und Stirn, Scheitel, Nacken und beide Seiten des Schädels in Mitleidenschaft ziehen können. Clusterkopfschmerzen sind seltener als Migräne. Sie machen sich typischerweise unter anderem auf einer Kopfhälfte in Form stechender Schmerzen hinter dem Auge bemerkbar.
Während einer Migräne kann ein pulsierender Schmerz in einer Kopfhälfte auftreten und sich allmählich ausbreiten. Doch es ist nicht ungewöhnlich, dass der Schmerz sofort beide Kopfhälften befällt. Übelkeit mit oder ohne Erbrechen kann die Folge sein. Eine Migräne kann Stunden bis Tage anhalten.
Der Migräneschmerz kann durch Licht, Geräusche, Gerüche, Sport oder normale körperliche Aktivitäten verstärkt werden. Einige Menschen erleben eine visuelle Störung (Aura) – wie Sehunschärfe, Blitze oder Zickzacklinien – oder ein örtlich begrenztes Taubheitsgefühl kurz vor der Attacke. Manchmal tritt eine Aura im Laufe einer Migräne auf, wird jedoch nicht immer von Kopfschmerzen begleitet.
Die Ursachen der Migräne sind noch nicht vollständig bekannt. Migränen treten jedoch häufig innerhalb der Familie auf, sodass wahrscheinlich eine erblich bedingte Empfindlichkeit eine große Rolle spielt. Frauen sind dreimal so anfällig dafür wie Männer.
Die Bestimmung der richtigen Therapie hängt von den Eigenschaften und der Häufigkeit der jeweiligen Migräne ab. Entsprechende Medikamente fallen im Allgemeinen in 2 Kategorien: Zum einen dienen sie der Vorbeugung, zum anderen handelt es sich um Schmerzmittel (akute Behandlung).
Migräne tritt am häufigsten bei Frauen zwischen 35 und 45 Jahren auf. Im Alter wird die Migräne wieder seltener.
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