Migräne: Entspannungstechniken
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Autogenes Training, Yoga und progressive Muskelentspannung reduzieren die Schmerzanfälligkeit Ihres Körpers. Nach einigen Trainingsstunden werden Sie die Schmerzen nicht mehr so heftig wahrnehmen. Zudem entspannen Sie bei solchen Übungen nicht nur geistig, sondern auch Ihr Körper erfährt Entspannung. Sie können solche Techniken dazu einsetzen, um die verengte oder erweiterte Blutgefäße wieder in ihre ursprüngliche Größe zurückzubringen. Gerade die progressive Muskelentspannung eignet sich, wenn die Ursachen Ihrer Migräne in einer Verkrampfung der Halsmuskeln zu suchen sind. Sie lernen, wie Sie Ihre Muskeln gezielt anspannen und wieder bewusst entspannen, sodass Sie damit Verkrampfungen, aber auch psychische Anspannungen lösen können.
Akupunktur gegen Migräne wird von einigen Krankenkassen im Rahmen eines Modellprojekts übernommen. Die Nadeln setzen kann Ihnen ein Heilpraktiker oder ein in Akupunktur ausgebildeter Arzt.
Kurse in Entspannungstechniken gibt es bei Volkshochschulen, aber auch Krankenkassen bieten sie an. Lassen Sie sich bei allen Entspannungstechniken von Ihrem Trainer Übungen zeigen, die Sie für die Migräneprävention, aber auch bei einem akuten Anfall nutzen können.
Biofeedback:
Bei dieser Methode lernen Sie, willentlich Ihre Körpervorgänge zu beeinflussen. Das geht so weit, dass Sie auch die Spannung in bestimmten Muskelgruppen kontrollieren können. Ihnen wird beigebracht, wie Sie die Blutgefäße in den Schläfen willentlich verengen und dadurch Schmerzattacken verhindern können. Dazu bekommen Sie einige Sensoren auf die Schläfen geklebt, mit denen der Therapeut die Dicke Ihrer Blutgefäße misst. Dann entwickelt er mit Ihnen zusammen Strategien, mit denen Sie Ihre Gefäße beeinflussen können: Sie stellen sich zum Beispiel einen Eisklumpen vor, der auf Ihrer Stirn liegt. Diese Vorstellung wirkt sich sofort auf Ihre Blutgefäße aus: Sie verengen sich und bei einem akuten Migräne-Anfall können Sie so den Schmerzen entgehen.
Stressbewältigung:
Stress ist einer der Hauptauslöser der Migräne. In einem Anti-Stress-Training, dass Sie bei der VHS, aber auch mit einem persönlichen Trainer durchführen können, lernen Sie Ihre persönlichen Stressoren kennen und bekommen Strategien an die Hand, wie Sie ihnen begegnen. Alleine nach Ihren Stressauslösern zu fahnden, ist gar nicht so einfach, da Sie Faktoren, die Sie stressen und so zu einem Migräneanfall führen, teilweise gar nicht als Stress wahrnehmen.
Atemtherapie:
Da Sie bei einem Migräne-Anfall unweigerlich die Nacken- und Schultermuskulatur krampfhaft an- und dadurch verspannen, bieten Ihnen Atemübungen die Möglichkeit zur schnellen Entspannung der Muskulatur. Es handelt sich dabei um Übungen, die Sie auch zwischendurch anwenden können.
Beim FID-Verlag sind Kassetten für Yoga, Atemtherapie und Progressive Muskelentspannung erschienen.
Denken Sie positiv:
Genau so, wie Sie sich mit negativen Gedanken in den Schmerz hineinsteigern können, können Sie ihn mit positiven Gedanken verdrängen oder zumindest teilweise ausblenden.
Alle diese Methoden müssen Sie natürlich präventiv erst einmal erlernen. Wenn Sie dann aber über das notwendige Wissen verfügen, können Sie im Migränefall die gelernten Übungen anwenden und so die Beschwerden lindern. Bei einem leichten Anfall können sie sogar ganz verschwinden.
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