Kopfschmerzen: Nicht jeder Schmerz ist gleich
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Sicherlich leiden Sie auch ab und zu unter Kopfschmerzen. Aber Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz. Sie können ihn nach der Art des Schmerzes und nach dem Ort unterscheiden. Kommen andere Beschwerden wie z. B. Schwindel, Müdigkeit, Fieber, Erkältung oder Sehstörungen hinzu, so kann dies auch einen Hinweis auf die Ursache der Kopfschmerzen geben.
Nicht immer ist es mit der einfachen Diagnose „Kopfschmerzen“ getan – auch wenn dies sehr häufig vorkommt. Die Palette ist sehr weit gefächert; daher kann es bis zur endgültigen ärztlichen Diagnose auch etwas dauern.
Spannungskopfschmerz ist die häufigste Kopfschmerzform, er tritt episodisch oder chronisch auf. Der Schmerz ist dumpf-drückend, als ob der Kopf eingepresst würde. Häufige Auslöser sind eine belastende Wetterlage (z. B. Föhn) bei wetterfühligen Menschen, Stress, Probleme oder Erholungsphasen nach Stress, z. B. der Urlaubsbeginn. Auch Umweltbelastungen, Schlafmangel, Nikotinoder Alkoholmissbrauch sowie starke körperliche Anstrengungen können diese Art von Kopfschmerzen auslösen.
Bei Migräne kommt es anfallsartig zu meist einseitigen Kopfschmerzen, die oft von Licht- und Lärmempfindlichkeit sowie Übelkeit und Erbrechen begleitet werden.
Neuralgien sind Schmerzen im Ausbreitungsgebiet eines bestimmten Nervs. Die Schmerzen haben in der Regel einen intensiven reißenden und bohrenden Charakter. Im Gesichtsbereich ist die so genannte Trigeminusneuralgie häufig, die wohl durch (zum Teil altersbedingte) Schädigungen des Trigeminus-Nervs verursacht wird. Dabei kommt es meist zu blitzartigen, intensivsten Schmerzattacken hauptsächlich im Ober- oder Unterkieferbereich, anfänglich immer einseitig. Nach längerer Krankheitsdauer können die Schmerzen auch länger anhalten. Oft werden die Schmerzepisoden durch Kauen oder Sprechen oder Berührung bestimmter Punkte im Gesichts- oder Mundbereich ausgelöst.
Mögliche Auslöser für Kopfschmerzen: Kopfverletzungen: z. B. Gehirnerschütterung,
Erkrankungen im Kopfraum: z. B. Schlaganfall, Blutungen, Tumore, Wasserkopf, Hirn- und Hirnhautentzündung,
Wirbelsäulenschädigungen im Halsbereich: z. B. Schleudertrauma, HWS-Syndrom, Arthrose
Störungen / Erkrankungen der Augen: z. B. akuter Glaukomanfall, nicht korrigierter Sehfehler, falsche Brille, Bildschirmarbeit.
Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich: z. B. Stirnhöhlenentzündung, Mittelohrentzündung, Zahn- und Kiefererkrankungen,
Allgemeinerkrankungen: z. B. Erkältung und grippale Infekte, Infektionskrankheiten, hoher Blutdruck,
Nebenwirkung von Medikamenten/ Medikamentenmissbrauch: die regelmäßige und langandauernde Einnahme von Schmerzmittel, die z. B. Acetylsalicylsäure oder Paracetamol enthalten, kann zu einem dumpf-drückenden Dauerkopfschmerz führen.
Kleine Hausmittel mit großer Wirkung
Wichtig ist, dass Sie die Ursache der Schmerzen herausfinden, um die Schmerzauslöser zu vermeiden.
Zur akuten Schmerzbekämpfung helfen aber ein paar einfache Mittel:
frische Luft oder Schlaf im abgedunkelten, ruhigen Raum, Stressbewältigungstraining, einfache Entspannung oder körperliche Entspannungsmethoden wie autogenes Training,
kalte oder warme Umschläge auf die schmerzenden Stellen legen oder kühlendes Heilpflanzenöl auf Stirn und Schläfen tupfen, Gesichtsmassage oder Massage des Schulter-Nacken-Bereiches.
Bei einigen Kopfschmerzformen hilft schwarzer Kaffee, warmes Fußbad.