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Schmerzende Hände: Ursachen und Entspannungstipps

Jeder fünfte Über-55-Jährige klagt über sich wiederholende Schmerzen in den Händen. Zählt man die gesamte Bandbreite der Symptome wie Taubheit, Kribbeln, Brennen oder Steifigkeit der Finger hinzu, ist die Zahl der Betroffenen um ein Mehrfaches höher anzusetzen.

Die wichtigsten Erkrankungen sind:

Karpaltunnel-Syndrom

Dabei wird der Hauptnerv der Hand durch eine Verengung oder Überbeanspruchung im Bereich des Handgelenks abgeschnürt und kann sich entzünden.

  • Folgen: Taubheit, Brennen, Kribbeln in den Fingern (speziell nachts)
  • Therapie: Handgelenksbandage, Kortison, OP des Handwurzelbandes zur Aufweitung des Nervenkanals

Dupuytrensche Kontraktur

Der Zungenbrecher beschreibt ein untypisches Gewebewachstum in Handflächen und Fingern, welches unbehandelt eine Krummstellung der Finger zur Folge hat.

  • Therapie: Wenn die langsam verlaufende Krankheit anfängt, die alltäglichen Verrichtungen zu erschweren, kann er Arzt das störende Gewebe operativ entfernen.

Schnellender Finger

Schnellender Finger bezeichnet eine Gleitstörung der Sehne des betroffenen Fingers oder Daumens, hervorgerufen durch eine Verdickung der Sehnenscheiden in der Fingerbeugemuskulatur. Beim Versuch, den Finger zu bewegen, schnellt er unkontrolliert vor.

  • Therapie: Bandage, Kortison, OP zur Erweiterung der verengten Sehnenscheide

5-Minuten-Blitzprogramm für entspannte Hände

Gartenarbeit, Gemüse schneiden, SMS tippen, E-Mails schreiben und telefonieren: Das alles beansprucht täglich unsere Hände stark und zwingt sie oft in eine unnatürliche, häufig monotone Haltung. Sehnen, Muskeln und Handgelenke werden dabei einseitig belastet.

Sehnenscheidenentzündungen, Maus-Arm und langfristig die Entstehung von arthrotischen Veränderungen können die schmerzhaften Folgen sein.

Führen Sie die Mini-Übungen am besten täglich mittags zur Entspannung durch, damit Ihre Hände Energie für die zweite Tageshälfte erhalten.

Sie starten mit einer Kurzmassage, indem Sie Ihre Hände reiben, als würden Sie sich gründlich Hände und Unterarme waschen. Das fördert die Durchblutung. Anschließend geht es los mit den Übungen.

Übung 1: Kreisen Sie Ihre Handgelenke

Heben Sie im Sitzen oder Stehen Ihren Arm ein wenig in die Höhe, ohne dass dies ermüdet oder schwerfällt. Kreisen Sie in dieser Position Ihre Handgelenke, sanft und langsam. 15 Sekunden nach außen, 15 Sekunden nach innen, je dreimal.

Übung 2: Ballen Sie die Fäuste

Legen Sie Ihre Hände (z. B. auf einem Tisch) auf die Handaußenkanten. Ballen Sie in dieser Haltung Ihre Hände zu Fäusten. Kurz halten, wieder öffnen und die Finger dabei lang strecken. 10- bis 15-mal.

Übung 3: Spielen Sie „Luftharfe“

Lassen Sie Ihre Hand weiterhin auf der Handkante liegen, Ihre Finger sind lang gestreckt. Beginnend mit dem kleinen Finger bewegen Sie diesen langsam zur Handinnenfläche. In dieser Endstellung bleibt er.

Es folgt der Ringfinger (manchmal schon fast gleichzeitig mit dem kleinen Finger, was wir eigentlich vermeiden wollen, das ist aber nicht schlimm), dann der Mittel- und Zeigefinger, zum Schluss der Daumen.

Öffnen Sie dann wieder Ihre Hand und strecken Sie Ihre Finger maximal in die Länge. Wiederholen Sie den Fingerlauf drei- bis fünfmal und zwar jedes Mal etwas schneller.

Übung 4: Handwellen

Die Hand nimmt oft die Form eines kugelförmigen Gewölbes an, um optimal arbeiten zu können. Diese spezielle Form ermöglicht uns beispielsweise das Greifen und Loslassen. Das Kugelgewölbe können Sie durch diese mobilisierende Entspannungsübung fördern.

Ausgangsposition: Setzen Sie sich auf einen Stuhl mit Armlehne oder Sessel. Ihre Ellbogen und Oberarme sind entspannt. Legen Sie Ihre Handfläche flach auf den vorderen Teil der Lehne.

Ihr Mittelfinger ist die Verlängerung des Unterarms, das Handgelenk ist gestreckt (siehe obere Abbildung).

Durchführung: Führen Sie nun Ihren Daumen und den kleinen Finger zusammen. Die fünf Handknöchel spannen Ihre Finger so zu einem C-förmigen Bogen. Stellen Sie sich vor, Ihre Hand hielte einen Softball fest. Die Finger dürfen sich dabei leicht von der Armlehne abheben. Das Handgelenk bleibt gerade.

Führen Sie jetzt langsam Ihre Finger wieder zurück in die Ausgangsposition. Die Muskulatur entspannt sich. Wiederholen Sie diese wellenartige Bewegung rhythmisch und harmonisch etwa zehnmal.

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Alte Kommentare
  • Rita Florin schrieb am 03.11.2011, 19:20 Uhr

    Ich hatte auch eine Verhärtung im Handbereich (Daumen) und den Schnellfinger (Mittelfinger), sollte operiert werden und habe etwas anderes mit Erfolg versucht. Die Entzündung mit organischem Silicium 3 Tage geheilt. Dann 18 x manuelle Physiotherapie und Hand geschont, aber ständig bewegt. Nach 3 Wochen konnte ich wieder arbeiten. Der Schnellfinger tritt manchmal nach langer PC-Arbeit noch auf, ließe sich aber vermeiden. Ansonsten bleibt immer nur die OP.

  • Maritta Meckes schrieb am 04.11.2011, 11:23 Uhr

    Mich hätte noch das dritte Syndrom sehr interessiert; Sie haben 3 angekündigt, aber nur 2 erwähnt.

  • andrea hanke schrieb am 16.11.2011, 12:03 Uhr

    Kortison? Wie kann man so etwas empfehlen? Gesundes Leben (kein Stress, Nahrung ohne Fleisch, keine mit Giften vollgestopften Billignahrungsmittel, Bewegung, usw.) hilft dauerns gegen jede Krankheit. Das sollte man immer und immer wieder betonen. Ausserdem kann man der Erde und den Mitmenschen damit helfen. Ich wende eine gesunde Lebensweise erfolgreich an, auch meine beiden Eltern sind schon 91, aber weniger konsequent.

    • korth antwortete am 18.11.2012, 08:17 Uhr

      schön geschrieben. aber, glaubst du wirklich, das mit so wenig lebensqualität,das leben noch freude macht,sturr nach einen ernährungsprinzip leben. so möchte ich nicht alt werden.

    • andrea hanke antwortete am 17.07.2013, 12:37 Uhr

      antwort auf kommentar von "korth" spät, aber kommt was ist lebensqualität? andauernd zum artz rennen oder fröhlich und munter ohne arzt leben? und alles essen, was das herz begehrt, aber das herz ist erziehbar...es gibt köstliche vegane speisen und exquisite weine usw. usf.