Karpaltunnelsyndrom: Diagnose
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GNL5356
Zuverlässig feststellen kann der Neurologe das KTS durch die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit. Ist der Nerv gequetscht, ist die Geschwindigkeit verständlicherweise langsamer. Diese Untersuchung führt der Neurologe durch, sie ist nicht ganz angenehm: Ähnlich wie bei der Akupunktur werden kleine dünne Nadeln an verschiedenen Punkten des Nervenverlaufes durch die Haut gestochen und die Leitgeschwindigkeit für einen elektrischen Strom gemessen. Das klingt gefährlich, ist es aber nicht! Für die Entscheidung, was weiter zu geschehen hat, ist diese Messung unentbehrlich.
Klinische Tests sind hilfreich, aber zu ungenau. Hier gibt es verschiedene „Haltetests“ der Arme und Hände, an denen das Kribbeln ausgelöst wird. Oder auch Tests, bei denen der Nerv gedrückt wird, um den typischen Schmerz zu erzeugen. Als Grundlage für eine OP-Entscheidung sind diese Verfahren nicht zu gebrauchen!
Die Therapieentscheidung hängt von der Nervenleitgeschwindigkeit, der Dauer der Beschwerden und der subjektiven Beeinträchtigung ab. Der Neurologe wird Sie zum Handchirurgen schicken. Gemeinsam sollten Sie das weitere Vorgehen besprechen.