Karpaltunnelsyndrom: Behandlungsmethoden
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Das kann man bei geringer Einklemmung versuchen
- Tragen Sie eine gepolsterte Schiene, die nachts die Hand in Mittelstellung fixiert.
- Benutzen Sie spezielle im Handrücken verstärkte Lederhandschuhe oder Spezialmanschetten bei Arbeiten am PC.
- Lassen Sie sich entzündungshemmende Medikamente verschreiben.
- Wenden Sie Kälte- oder Wärmetherapie an.
- Lassen Sie sich Laser- und Ultraschallbehandlungen verschreiben, die wie eine „innere“ Massage wirken sollen.
Vorsicht: Kortisonspritzen ins Handgelenk sind Verzweiflungstaten, bringen nur kurzfristig Linderung, bergen aber die Gefahr der Nerven- und Sehnenverletzung!
Auch Vitamin-B6-Gaben sind nicht ratsam, sondern kosten nur Ihr gutes Geld!
Bei erheblichen Beschwerden hilft nur die OP
Dauern Ihre Beschwerden länger an als sechs Monate oder haben Sie eine deutlich verlangsamte Nervenleitgeschwindigkeit, wird zur OP geraten. Hierbei wird bei allen Methoden der Nervenkanal erweitert. Das kann endoskopisch (Knopflochchirurgie) oder als offene OP erfolgen. Beide Operationen sind Routine-Eingriffe. Ein ambulanter Termin in örtlicher Betäubung ist möglich.
Aber: Keine Operation ist ohne Risiko! Deshalb: Gute Beratung ist vorab unerlässlich!
Das geschieht nach der Operation
Durch die OP bessern sich die Symptome bei der Mehrzahl der Patienten, insbesondere was den quälenden Nachtschmerz angeht. Aber: Postoperativ können Gefühlsstörungen oder leichte Lähmungen bis zu 18 Monate anhalten, solange dauert es, bis sich der gequetschteNerv wieder erholt hat.
Je länger die Beschwerdedauer vor der O P, umso länger ist die Erholungszeit nach der OP! Deshalb sollten Sie nicht zu spät zum Facharzt gehen!Die Nachbehandlung macht man heute ohne oder mit ruhigstellender Gipsschiene für ca. eine Woche. Untersuchungen haben aber gezeigt, dass eine krankengymnastische Übungsbehandlung unter professioneller Anleitung auch schneller wieder zur Gebrauchsfähigkeit der Hand führt.
Die operierte Hand soll bewegt, aber sechs Wochen nicht belastet werden. Eine Belastung fängt schon mit dem Heben einer Kaffeetasse an!
Das können Sie selbst tun
In Eigenregie können Sie Ihre Hand nach der OP mehrmals täglich in lauwarmem Wasser baden und dabei leichte Bewegungsübungen machen. Auch Eincremen mit einer fetthaltigen Creme wird angeraten.
Achtung: Egal ob mit Therapeut oder alleine: Bewegen darf nie zu Schmerzen führen! Schmerzen verlangsamen den Heilungsprozess!
Wichtig: Bis zur vollen Genesung bleiben Sie in Kontrolle durch den Handchirurgen!