Karpaltunnelsyndrom: Behandlung
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Bei anhaltenden Symptomen müssen Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Aber auch wenn die Symptome kommen und gehen und selbst nach Wochen nicht verschwinden, sollten Sie ärztlichen Rat suchen. Das gilt auch, wenn Ihre Handmuskeln schwächer werden oder wenn die Symptome stärker werden oder Sie beunruhigen.
Im Rahmen einer eingehenden Untersuchung wird Ihr Arzt wahrscheinlich das Gefühl in Ihren Fingern ebenso testen wie die Kraft Ihrer Handmuskeln. Mithilfe einer Leitfähigkeitsmessung kann er feststellen, ob der Mittelnerv die elektrischen Impulse an die Hand weiterleiten kann. Mit einem Elektromyogramm kann er das Ausmaß der Muskelschädigung messen.
Behandelt Ihr Arzt Sie konservativ, so wird er rezeptpflichtige nichtsteroidale, entzündungshemmende Schmerzmittel verordnen. Eventuell wird er Ihnen vorschlagen, das Handgelenk nachts zu schienen, um es ruhig zu stellen. Sind die Symptome schwach, kann eine Kortikosteroidinjektion helfen, die Entzündung zu verringern.
Durch eine Operation wird der Druck vom Mittelnerv genommen
Eine Operation wird notwendig, wenn die Schmerzen anhalten, eine Muskelschwäche auftritt, das Taubheitsgefühl anhält oder, Sie bei Ihren normalen Tätigkeiten stört oder, wenn das Elektromyogramm eine starke Nervenkompression anzeigt. Die Operation, eine Spaltung des Bandes kann ambulant durchgeführt werden. Dabei werden Lokalanästhetika eingesetzt.
Bei dem Eingriff wird das quer verlaufende durchtrennt, um den Druck vom Mittelnerv zu nehmen. Dabei können zwei verschiedene Techniken angewandt werden: Entweder es wird nur ein Schnitt auf der Handinnenfläche gesetzt. Oder der Operateur arbeitet endoskopisch und setzt mehrere kleine Schnitte. Mit einer winzigen Kamera (Endoskop) kann er sich dabei den Karpaltunnel von innen ansehen, während er das Band durchtrennt.
Sechs Wochen nach der Operation können Sie Ihre gewohnten Aktivitäten wieder aufnehmen. Die Gefühlsstörung kann zwischen 3 bis 4 Monaten und einem Jahr andauern. Mindestens 75% der operierten Patienten, die durch eine Überbeanspruchung der Hand erkrankten und alle Patienten, bei denen eine medizinische Ursache für die Krankheit vorlag, werden durch den Eingriff komplett von ihren Symptomen befreit.