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Ischias: Symptome

Wenn eine Nervenentzündung im Ischias-Bereich vorliegt, können diese Symptome auftreten:

  • Schmerzen, die vom unteren Rückenbereich ins Gesäß bis runter zu den Unterschenkeln strahlen und zunehmen, wenn Sie sich setzen, sich nach vorne oder hinten beugen oder sich anstrengen
  • ein Brennen und Kribbeln, das das gesamte Bein betreffen kann
  • anhaltende Schmerzen in einer Gesäßhälfte
  • ein stechender Schmerz beim Aufstehen
  • Muskelschwäche, Taubheitsgefühl oder Probleme, das Bein oder den Fuß zu bewegen

Bei den folgenden Anzeichen und Symptomen sollten Sie sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben, bei der auch eine Notfall-Operation in Betracht kommt:

  • wenn Sie ein Schwächegefühl im Bein verspüren
  • Ihre Blase und Ihren Darm nicht mehr kontrollieren können
  • wenn die Symptome in beide Beine ausstrahlen.

Ihr Arzt stellt die genaue Diagnose und findet die richtige Behandlung.

Diagnose: Ischiassyndrom

Wenn bei Ihnen jedoch kein Notfall vorliegt und Ihr Arzt die Diagnose Ischiassyndrom stellt, wird er Sie gründlich körperlich untersuchen.

Er wird in der Regel die Leistungsfähigkeit Ihrer Muskeln messen, sowie Ihre Reflexe und Ihr Empfindungsvermögen prüfen.

Dadurch kann er feststellen, ob das Problem von einem eingeklemmten Nerv herrührt.

Bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Kernspintomographie, können zur Diagnosestellung beitragen.

Gegebenenfalls wird der Arzt auch ein Elektromyogramm (EMG) erstellen. Damit kann er die Erregungsleitung im Muskel messen und darstellen.

In einigen Fällen wird der behandelnde Arzt 1 oder 2 Tag Bettruhe verordnen, um die Entzündung um die Nervenwurzeln zu reduzieren.

Eine mehrtägige oder längerfristige Bettruhe wird er normalerweise nicht anordnen, da sie die Genesung verlangsamen kann.

Was tun bei Ischias?

Betroffene müssen ihre Aktivitäten umstellen und bestimmte Körperhaltungen, wie Vorbeugen und den Oberkörper drehen, meiden.

Spezielle gymnastische Übungen können den Ischias-Patienten Linderung verschaffen.

Bei Schmerzen können Kälte- oder Wärmeanwendungen helfen Sowohl Kälte- als auch Wärme-Anwendungen können schmerzlindernd wirken.

Im Allgemeinen können viertelstündige Kälte- oder Wärmeanwendungen, mehrmals am Tag hilfreich sein.

Kältepackungen helfen insbesondere dann, wenn sie zu Beginn der Beschwerden angewendet werden.

Freiverkäufliche Schmerzmittel wie Paracetamol können die Schmerzen lindern.

Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure und Ibuprofen, die zu den NSAR (Nichtsteroidalen entzündungshemmende Schmerzmitteln) zählen, verringern die Schmerzen und wirken der Entzündung entgegen.

Ihr Arzt wird Ihnen gegen die Nervententzündung ein entzündungshemmendes Medikament und gegebenenfalls ein Muskelrelaxans verordnen.

Injektionen in die betroffene Nervenwurzel

Wenn all diese Wirkstoffe nicht helfen, können Corticoidinjektionen in den Bereich der betroffenen Nervenwurzel den Schmerz reduzieren und die Entzündung eindämmen, so dass Sie in der Lage sind, Ihr Rückentrainingsprogramm zu starten.

Sobald die Schmerzen nachlassen, ist es wichtig, mit den Rückenübungen und der Krankengymnastik zu beginnen.

Erstes Ziel ist, die normale Beweglichkeit des Rückens wieder zu erlangen.

Durch die Krankengymnastik lernen Sie, sich rückenschonend zu bewegen und wie Sie Ihren Rücken bei den täglichen Aktivitäten schützen können.

Auf lange Sicht gesehen, stärken und stabilisieren die Rückenübungen die Rücken- und Bauchmuskulatur. Sie tragen dazu bei, Sie so vor weiteren Verletzungen zu schützen.

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