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So schulen Sie die sieben Säulen Ihrer Intelligenz

Wie charakterisiert sich eigentlich Intelligenz? Vor allem aber: Werden Sie mit einem IQ geboren und können nichts daran ändern? Bei weitem nicht. Intelligenz teilt sich in sieben Säulen auf.

Jede einzelne Säule können Sie trainieren – sogar ganz gezielt diejenige, auf deren Gebiet Sie noch ein Defizit haben. Probieren Sie es einfach aus. Ich stelle Ihnen hier die sieben Säulen Ihrer Intelligenz vor.

1. Sprachintelligenz

Sie können Ihre Gedanken flüssig formulieren und lernen Sprachen leichter, wenn Sie über eine gute Sprachintelligenz verfügen. Aber auch im Alltag sind Sie im Vorteil. So fällt es Ihnen leicht, sich mit anderen, auch unbekannten Menschen zu unterhalten und daher neue Kontakte zu knüpfen.

Ihre Sprachintelligenz können Sie auf drei verschiedene Arten schulen:

Lesen Sie viel. Keine Angst, es müssen keine Klassiker sein. Schon durch einen Krimi oder Reiseroman können Sie viele Möglichkeiten der Sprachnutzung erkennen.

Schreiben Sie selbst.Versuchen Sie sich an Gedichten oder Kurzgeschichten. Fällt Ihnen nichts ein? Betrachten Sie Ihren Alltag und schreiben Sie regelmäßig auf, was Ihnen Lustiges, Banales oder auch Trauriges passiert ist.

Schlüpfen Sie in verschiedene Rollen.Vielleicht haben Sie Spaß an einer Theater- oder Laienspielgruppe?

2. Körperintelligenz

Sie wird auch Bewegungsintelligenz genannt und nicht nur ein Boxer muss über sie verfügen. Auch wenn Sie einen Beruf haben, bei dem es auf Fingerfertigkeit ankommt, ist Körperintelligenz ganz wichtig.

Kein Uhrmacher, Chirurg oder Zahnarzt kann ohne sie auskommen. Und auch zum Beispiel bei Handarbeiten oder kniffligen Hobbys wie Modellbau brauchen Sie diese Art der Intelligenz unbedingt. Sie können sie folgendermaßen trainieren:

Bewegen Sie sich. Machen Sie Sport, das trainiert Ihre motorischen Fähigkeiten und damit diese Säule der Intelligenz.

Bewegen Sie Ihre Finger, drücken Sie die Spitzen gegeneinander oder klopfen Sie zwischendurch Rhythmen. Gerade wenn Sie häufig „frickelige“ Tätigkeiten durchführen müssen, beim Nähen, Modellbau oder Ähnlichem, kann Ihnen diese Fingergymnastik weiterhelfen.

3. Denkintelligenz

Einstein war ein Genie auf dem Gebiet der Denkintelligenz. Dieser Bereich der Intelligenz zeichnet alle großen Grübler aus. Ist Ihre Denkintelligenz ausgeprägt, sind Sie in der Lage, logisch zu denken und für abstrakte Probleme kreative Lösungen zu finden.

Zudem können Sie logische Beweise führen und folgerichtig denken. Um Ihre Denkintelligenz zu schulen, empfehle ich Ihnen:

Machen Sie alle Arten von Knobelspielen und Denkaufgaben. Ob das im Moment so beliebte Sudoku, mathematische Knobelaufgaben oder logische Spiele – all dies trainiert Ihre logische Denkfähigkeit.

4. Raumintelligenz

Können Sie sich einen Würfel vorstellen? Oder sind Sie gut beim Fotografieren? Dann verfügen Sie über eine ausgeprägte Raumintelligenz – was übrigens eher bei Männern der Fall ist.

Sie können dreidimensionale Objekte, aber auch Entfernungen, Breiten und Längen einfach besser abschätzen als Frauen. Daher können Männer übrigens auch besser einparken. Das muss aber nicht auf Dauer so bleiben:

Puzzeln trainiert Ihre Raumintelligenz ungemein egal ob klassisches Puzzle, Puzzleball oder 3D-Puzzle. Auch die Magnetbaukästen sind eine gute Schulung für Ihre Raumintelligenz.

Zerlegen Sie Dinge und bauen Sie sie wieder zusammen. Schauen Sie sich in Ihrem Keller um. Da steht sicher ein altes Radio, ein ausrangierter Wecker oder Staubsauger, den Sie dafür verwenden können. Es kann natürlich sein, dass er dann nicht mehr funktioniert – aber so trainieren Sie Ihre Raumintelligenz richtig gut.

5. Musikintelligenz

Wahrscheinlich gehören Sie nicht zu den Menschen, die nur in Tönen denken und für die die Welt hauptsächlich aus Klängen und Noten besteht. Dennoch sollten Sie Ihre Musikintelligenz schulen.

Denn nur beim Musizieren werden Hand, Gehör und Gehirn in Zusammenklang gebracht. Das hält Sie nachweislich jung und schützt vor Altersdemenz. Musikintelligenz können Sie nur auf eine Art schulen:

Musizieren Sie! Es ist nie zu spät, ein Instrument zu erlernen. Und die geistige Frische, die Sie dadurch erhalten, können Sie nur schwer auf anderem Weg erreichen.

6. Emotionale Intelligenz

Wenn Sie sensibel sind gegenüber anderen Menschen, können Sie deren Absichten durchschauen. Sie merken, was „hinter der Maske“ steckt, ob Menschen es ehrlich mit Ihnen meinen. Sie sind in der Lage, schneller Kontakte zu schließen.

Im alltäglichen Miteinander können Sie Konflikte beenden, ohne dass Sie dabei ständig verlieren. Darüber hinaus können Sie mit sich selbst besser umgehen, wenn Sie über emotionale Intelligenz verfügen.

Sie kennen Ihre eigenen Stärken und Schwächen, verfügen über Selbstbeherrschung und -kontrolle.

Gehen Sie viel unter Menschen. Fangen Sie kleine Gespräche an und hören Sie einfach zu, ohne selbst unbedingt etwas sagen zu wollen. So lernen Sie Menschen und ihre Gedanken am besten kennen.

7. Wohlfühlintelligenz

Sicherlich ist es schön, wenn Sie erfolgreich sind, ein Ziel erreicht haben oder sich einen Wunsch erfüllen konnten. Aber all das ist nichts wert, wenn Sie nicht in der Lage sind, Ihren Erfolg auch zu genießen. Sie müssen dazu fähig sein, sich zurückzulehnen und Ihr Glück zu genießen.

Wenn Sie über Wohlfühlintelligenz verfügen, können Sie dem Alltagsstress entgehen oder einem negativen Erlebnis immer noch eine positive Seite abgewinnen.

Dennoch lassen Sie sich wichtige Entscheidungen nicht aus der Hand nehmen. So Schulen Sie Ihre Wohlfühlintelligenz:

Stabilisieren Sie Ihre Stimmung. Reduzieren Sie ganz bewusst Ihr Stresslevel. Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Yoga, Meditation oder Tai Chi sind hierzu sehr gut geeignet.

Was ist ein Zeichen für Intelligenz?

Eine Frage, um deren Beantwortung Wissenschaftler seit Jahrhunderten streiten. Ein für diese Zwecke gern herangezogener IQ-Test liefert meist nur die halbe Wahrheit. Folgende Merkmale für überdurchschnittliche Intelligenz gelten heute als gesichert:

1. Reizverarbeitung: Wer schnell eine Situation erfassen, also z.B. einen auf dem Kopf stehenden Text flüssig lesen kann, ist intelligenter als die, die damit Probleme haben.

2. Wer in den ersten neun Monaten des Jahres geboren wurde, wird früher eingeschult und profitiert auch später davon.

3. Gestillte Kinder schneiden bei Intelligenztests regelmäßig besser ab, als solche, die früh entwöhnt wurden.

4. Eine lange Schulausbildung fördert die Intelligenz.

5. Wer als Einzelkind aufgewachsen ist, wird nicht automatisch intelligenter als Geschwister-Kinder.

6. Die Kopfgröße scheint einen Einfluss auf den Intelligenzgrad zu haben: Je umfangreicher, desto schlauer.

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