Gehirn: Ursache von Schwerhörigkeit
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Nicht die Ohren selbst, sondern eine langsamere Informationsverarbeitung im Gehirn ist häufig der Grund für eine zunehmende Schwerhörigkeit im Alter. Dadurch wird bei vielen Nebengeräuschen nicht mehr das Unwesentliche „abgefiltert“ – die Betroffenen hören schlechter, obwohl ihre Ohren völlig intakt sind.
Das hat Professor Robert Frisina vom Internationalen Zentrum für Hörund Sprachforschung der Universität Rochester/US-Bundesstaat New York in langjährigen Untersuchungsreihen an mehreren hundert Patienten seiner Klinik herausgefunden. Möglicherweise spielten auch Störungen im Kalziumstoffwechsel des Stammhirns für die nachlassende Filterfunktion eine verstärkende Rolle, erläuterte der Wissenschaftler Ende Februar 2005 im Pressedienst seiner Hochschule. Leider könne die eingeschränkte Filterleistung auf Dauer auch zu Schäden der Sinneszellen im Innenohr führen, weil das Gehirn irgendwann schädliche Lautstärken nicht mehr wahrnehme.
Da die Patienten anfangs aber oft ausgesprochen lärmempfindlich seien, sollten Sie nicht instinktiv lauter sprechen, betonte Professor Frisina. Sehen Sie Ihr Gegenüber besser an und sprechen Sie langsamer und sehr deutlich, so als ob Sie mit einem Menschen reden, der eine Fremdsprache spricht.