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Gehirn: Grundwissen

Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Gehirn


Das Gehirn lässt sich in 3 Bereiche unterteilen. Dem Stammhirn obliegt die Steuerung der Körper- und Organfunktionen wie beispielsweise Atmung, Herztätigkeit, Kreislauf und Reflexe. Das Kleinhirn lässt unsere Muskeln zielgerichtete Bewegungen ausführen und sorgt für den aufrechten Gang. Das Großhirn ist der Sitz der Gefühle und Wahrnehmungen, des Denkens und des Willens, genauer dessen so genannte „graue“ Rindenschicht. Ihretwegen ist im Zusammenhang mit Intelligenz auch so oft die Rede von den „kleinen grauen Zellen“.


Die drei Hirnteile stehen in engem Austausch miteinander und nehmen auch auf andere Organe des Körpers Einfluss. So wird verständlich, warum uns etwa unangenehme Empfindungen „auf den Magen schlagen“, schöne Gefühle hingegen „das Herz leichter machen“ können.

Ihr Gehirn steht permanent unter Spannung

Das Gehirn ist ein Organ unseres Körpers und wie alle anderen Organe auch aus Zellen aufgebaut: den Nervenzellen.

Eine Nervenzelle, ein Neuron, besteht aus 3 Teilen:

  • dem Zellkörper
  • den Dendriten
  • dem Axon oder Nervenfortsatz.

Der Zellkörper enthält den Zellkern, der die Erbsubstanz in sich trägt. Zudem ist der Zellkörper das biochemische Zentrum der Nervenzelle: die Maschinerie, in der die Stoffwechselprozesse der Zelle stattfinden. Die Dendriten sind kurze „Antennen“ der Nervenzelle. Mit deren Hilfe empfängt sie Signale von anderen Nervenzellen aus dem Körper wie auch aus der Umwelt. Die empfangenen Informationen werden an den Dendriten und am Zellkörper verarbeitet und dann über den Nervenfortsatz, dem Axon, weitergeleitet – zu anderen Nervenzellen oder auch zu Muskelzellen.

Mit den sackartig erweiterten „Endknöpfen“ eines Axons verbindet sich die Nervenzelle mit dem Zellkörper oder den Dendriten ihrer Nachbarzelle, es entsteht eine Synapse.

Die Informationsübertragung entsteht über den so genannten synaptischen Spalt. Ein schmaler flüssigkeitsgefüllter Spalt von etwa 20 µm zwischen Endknopf und Membran der Nerven- oder Muskelzelle. Hierin werden biochemische Botenstoffe (Neurotransmitter) ausgeschüttet, die sich an die Rezeptoren der Zelle anheften und somit einen kurzen elektrischen Impuls in der Zelle auslösen. Solch ein einzelnes Aktionspotential hat einen Ausschlag von etwa 100 Millivolt und dauert ungefähr eine Millisekunde.

Ein Axon kann wenige Millimeter bis zu über einem ganzen Meter lang sein. So können Nervensignale auch an weiter entlegene Ziele übertragen werden. Viele dieser Axone bilden gebündelt zusammen einen Nerv.

Rund 100 Milliarden Nervenzellen kommunizieren im menschlichen Gehirn miteinander und tauschen unentwegt biochemische Signale aus. Hierfür sind die Nervenzellen durch 100 Billionen Synapsen miteinander verschaltet. Ein Gebilde unvergleichlicher Komplexität: Die Zahl der theoretisch möglichen Kommunikationswege der Nervenzellen in einem Gehirn ist größer als die Gesamtzahl aller Atome im Universum.

Frau mit Rückenschmerzen

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