Gehirn: Das perfekte Training
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Es ist selbstverständlich, dass Sie Sport treiben müssen, um körperlich fit zu bleiben. Aber wussten Sie, dass Sie auch Ihr Gehirn regelmäßig zum Arbeiten anregen müssen, um geistig leistungsfähig zu bleiben?
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Die Wissenschaft findet immer mehr Hinweise dafür, dass Altern nicht zwangsläufig mit dem Absterben von Gehirnzellen einhergehen muss. Im Gegenteil: Ältere Menschen, die ihr Gehirn fordern, können nicht nur neue Verbindungen zwischen Nervenzellen entstehen lassen, sondern es können sogar neue Nervenzellen wachsen. Außerdem kann Ihr allgemeiner Gesundheitszustand einen großen Einfluss auf Ihre Gehirngesundheit haben.
Gehirn-Jogging ist wirksam
Man sagt, dass die linke Hirnhälfte für Sprachvermögen und logisches Denken zuständig ist, während die rechte Seite für räumliches Vorstellungsvermögen und künstlerische Fähigkeiten verantwortlich ist. Obwohl diese Einteilung die vielfältig vernetzten Hirnaktivitäten stark vereinfacht, ist es richtig, dass bestimmte geistige Aufgaben bestimmte Hirnregionen stärker aktivieren als andere.
Indem Sie Ihr Denkorgan auf verschiedene Weise fordern, aktivieren Sie Zellen im gesamten Gehirn. So trainieren Sie wichtige mentale Fähigkeiten wie Konzentration und Gedächtnis.
Versuchen Sie folgende Maßnahmen, um Ihre grauen Zellen zu aktivieren:
- Arbeiten Sie mit Ihrer linken Gehirnhälfte – Sprachen, Zahlen und Denksportaufgaben gelten oft als Motor für Aktivitäten in der linken Gehirnhälfte. Lesen, Schreiben, Sprachen lernen, Lösen von Zahlen- und Worträtseln, Ausfüllen der Steuererklärung, Rechnen ohne Taschenrechner und Reparieren kaputter Gegenstände gehören zu den Spezialitäten der linken Gehirnhälfte.
- Arbeiten Sie mit Ihrer rechten Gehirnhälfte – Musik, Kunst und Vorstellungskraft sind die Bereiche, die oft der rechten Gehirnhälfte zugerechnet werden. Vielleicht entdecken Sie eine künstlerische Ader, indem Sie einen Anfängerkurs besuchen, Ihr musikalisches Talent reaktivieren, einem Chor beitreten, ein Holzregal bauen oder stricken.
- Durchbrechen Sie die Routine – Lang vertraute Alltagsabläufe können so stark ein Teil der eigenen Persönlichkeit werden, dass man kaum noch nachdenken muss, um den Alltag zu durchlaufen. Fordern Sie Ihr Gehirn mit einer neuen Aktivität heraus: Lernen Sie neue Menschen kennen, erlernen Sie eine neue Fähigkeit oder benutzen Sie einfach einen anderen Weg, um zum Einkaufen zu gehen.
- Prägen Sie sich Dinge ein – Erinnern Sie sich an eine Geschichte aus Ihrer Jugend, die schon fast vergessen ist, und schreiben Sie diese auf. Wenn Sie Ihr Gedächtnis bei Einzelheiten im Stich lässt, können Sie ihm vielleicht noch Details entlocken, die damit zusammenhängen, zum Beispiel das Haus, in dem Sie Ihre Kindheit verbracht haben, oder die Nachbarschaft oder die Namen von Freunden.
- Meditieren Sie – Untersuchungen haben gezeigt, dass Meditation diejenigen Gehirnbereiche aktiviert, die mit Glücksgefühl und Zufriedenheit verbunden sind, sowie Stress und Angstgefühle reduzieren. Diese Aktivierung kann sich auch bei Anfängern einstellen und wird mit etwas Übung gefestigt.Meditation kann viele Formen annehmen. Buddhistische Mönche meditieren meist über Gedanken des Mitempfindens und dem grenzenlosen Bedürfnis, anderen Lebewesen zu helfen. Andere Formen der Meditation beinhalten die Beruhigung des Körpers und die Konzentration auf bestimmte Körperfunktionen wie die Atmung oder auf ein Wort bzw. einen Satz.
Nehmen Sie an gesellschaftlichen Aktivitäten teil – Gespräche oder Aktivitäten mit vielen verschiedenen Menschen, wie Familie, Freunde oder Fremde, können zu den komplexesten und vielfältigsten Aufgaben gehören, die Ihr Geist übernimmt. Geselligkeit wurde in vielen Studien mit dem Rückgang von geistigem Abbau in Verbindung gebracht. Sie können dazu einer Reiseoder Sportgruppe beitreten oder auch als ehrenamtlicher Helfer tätig werden.
Denken verbessert Ihre Lebensqualität
Obwohl die Wissenschaft noch herausfinden muss, ob ein wacher Geist tatsächlich das Demenzrisiko senkt, scheint doch ein gewisser Zusammenhang zu bestehen. Doch die Vorbeugung der Erkrankung ist nur ein Argument für eine optimale Kondition Ihres Denkorgans. Das andere beinhaltet ein aktives und erfülltes Leben.