Gedächtnistraining: 4 Strategien gegen Namens-Lücken
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Gedächtnistraining
GNL5356
Auf lange Sicht aber ich Ihnen meine Strategie gegen vergessene Namen. Dazu sind nur 4 Schritte nötig – diese fordern Ihnen aber etwas Phantasie ab.
1. Erfassen Sie den Namen. Lächeln Sie nicht einfach nur höflich, wenn jemand seinen Namen nennt. Wiederholen Sie den Namen ein- oder zweimal. Zum einen können Sie so sicher gehen, ihn wirklich verstanden zu haben, zum anderen prägt sich Wiederholtes sehr gut ein.
2. Prägen Sie sich die Person ein. Unterhalten Sie sich kurz mit demjenigen, der sich Ihnen vorgestellt hat. Versuchen Sie, auf unveränderliche Kennzeichen zu achten. Hat Ihr Gegenüber vielleicht eine Stupsnase? Eine besondere Gestik, Mimik oder einen Tick? Auch Körpergröße und -fülle sind Merkmale, die sich nicht so schnell verändern lassen. Wenn Sie sich so das Aussehen des Menschen merken, erkennen Sie ihn auch dann wieder, wenn er zum Beispiel eine andere Frisur oder andere Kleidung trägt – oder wenn Sie ihn in anderer Umgebung treffen.
3. Prägen Sie sich das Gesicht ein. Schauen Sie genau hin. Versuchen Sie, sich auch beim Gesicht viele Charakteristika einzuprägen. Ist es besonders faltig oder vielleicht für das Alter Ihres Gegenübers besonders glatt? Hat er viele Sommersprossen oder auch im Winter eine dunklere Hautfarbe? Weisen die Augenbrauen Besonderheiten auf? Wie sind die Augen, die Nase, das Kinn? Solche Auffälligkeiten verändern sich kaum – und Sie sollten sich diese für ein sicheres Wiedererkennen einprägen.
4. Malen Sie ein Bild. Verknüpfen Sie das Gesicht der Person, die Sie vor sich sehen, mit einem Bild – das sollte durchaus lustig oder außergewöhnlich sein. Einen Herrn Winkelmann können Sie sich z. B. vorstellen, wie er in der Schule in der Ecke steht. Frau Beuteler könnte zum Beispiel aus einer riesigen Einkaufstasche oder einem Kängurubeutel herausschauen. Das funktioniert auch bei ausländischen Namen – so denken Sie bei dem Namen Jojoklevic doch an jemanden, der Jojo spielt. Auch wenn Ihnen diese Bilder weit hergeholt erscheinen – lassen Sie sich nicht irritieren. Je verrückter die Assoziationen sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Ihnen im Gedächtnis bleiben.