Passiert Ihnen das auch immer wieder, dass Sie eine Information aus Ihrer Erinnerung abrufen wollen, und es findet sich nichts im Gedächtnis? Sie stehen vor einem Kunden, den Sie vor einigen Wochen kennen gelernt haben, aber der Name kommt Ihnen nicht mehr in den Sinn? Oder Ihre Augen gleiten mit suchendem Blick im Supermarkt über die Regale, nicht weil Sie auf der Suche nach etwas Bestimmtem sind, sondern nur weil Sie doch wissen: da war doch noch etwas, was ich kaufen wollte?

Wenn Ihnen derlei Dinge häufig Kummer bereiten, muss es nicht gleich eine Gehirnerkrankung sein; vielleicht fehlt Ihnen einfach der richtige Umgang, die richtige Übung mit Ihrer Erinnerung.

Der richtige Umgang mit dem Nervenzellhaufen in unserem Kopf ist ebenso nötig wie ein wenig Übung im „Einprogrammieren“ von Informationen. Sie sind aber selbst hauptverantwortlich für die Qualität Ihres Erinnerungsvermögens.

Das Gehirn sortiert die falschen Informationen aus

Was ist es denn nun für ein Phänomen, weshalb so viele Dinge tagtäglich oftmals spurlos aus unserem Gedächtnis verschwinden? Einerseits handelt es sich um einen ganz normalen Vorgang, denn über die Stationen Ultrakurzzeitgedächtnis und Kurzzeitgedächtnis laufen nicht alle Informationen bis in das Langzeitgedächtnis, ein großer Teil wird unterwegs aussortiert. Und das nicht zu Unrecht, denn tatsächlich ist ein Großteil der uns tagtäglich begegnenden Informationen nicht für die Ewigkeit bestimmt und wird nicht lange benötigt. Somit ermöglicht das Filtrieren von Sinneseindrücken und Informationen dem Menschen, die unwichtigen Dinge durch das „Sieb“ hindurchrauschen zu lassen, während die wichtigen im Informationsnetz hängen bleiben. Haben Sie das Gefühl, oftmals machtlos daneben zu stehen, während eine wichtige Information durch Ihre Siebe hindurch in der Erinnerungslosigkeit verschwindet, obwohl Sie sie doch behalten wollten? Um dies zu vermeiden, müssenSie sich ein bisschen mit der Funktionsweise des Gehirnes vertraut machen und sich eine neue Art des „Abspeicherns“ angewöhnen.

Verpacken Sie Ihre Informationen richtig

Sie beschweren sich über das schlechte Erinnerungsvermögen? Wenn Sie ihr Gehirn dazu sprechen lassen würden, würde dieses sich wahrscheinlich darüber beschweren, dass sie ihm die Informationen falsch verpackt servieren. „Bedienungsfehler“ wäre die Fehlermeldung, die meistens beim Einprogrammieren von Daten in den Computer erscheinen würde. Und hiermit sind wir beim zentralen Problem der Menschen, die sich über ihr schlechtes Gedächtnis beklagen: statt sich über das schlechte Abrufen von Informationen aus ihrem Kopf zu beschweren, sollten Sie vielmehr über das schlechte Einspeichern ihrer Informationen wettern.Denn die Qualität des Einspeicherns bestimmt die Leichtigkeit des Abrufens. Und um genau diese Einspeicherqualität zu fördern und zu verbessern, gibt es viele Tipps und Tricks.

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