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Sämtliche Grundlagen zum Thema Fokale Dystonie

Botulinumtoxine (Botox®, Myoblock®) stellen die wirksamsten Substanzen für die Therapie der fokalen Dystonie dar.

Wenn man diese Substanzen in den betroffenen Muskel injiziert, blockieren Sie bestimmte Nervenimpulse, die für die Aktivierung des Muskels verantwortlich sind.

Zuckungen in den Muskeln

Eine fokale Dystonie ruft Zucken und Spasmen injedem Muskel hervor. Am häufigsten betrifft sie folgende Muskeln:

  • Hals (Zervikale Dystonie)
  • Augenlid (Blepharospasmus)
  • Kiefer (Oromandibulare Dystonie)
  • Stimmbänder (Spastische Dystonie)
  • Unterarm (Schreibkrampf)

Wenn das Problem im Erwachsenenalter auftritt, beschränkt es sich in der Regel auf einen Muskelbereich. Eine fokale Dystonie macht sich in Zeiten von körperlichem oder emotionalem Stress stärker bemerkbar.

Ihr Gehirn steuert manche Muskeln falsch

Die Ursache für dieses Leiden liegt in den Nerven begründet. Denn die Muskeln, die sich verrenken und krampfen, funktionieren im Prinzip auch bei einer Dystonie einwandfrei. Doch die Steuerung der Bewegungen im Gehirn arbeitet nicht richtig.

Wie diese Krankheit entsteht, ist noch nicht geklärt. Zunächst nahm die Medizin an, dass es sich hier um eine psychosomatische Erkrankung handele.

Entsprechend wurden die Symptome falsch gedeutet.

So wurde etwa ein schief verkrampfter Hals als Abwendung von der Mutter, dem eigenen Leben oder dergleichen gedeutet. Heute ist immerhin bewiesen, dass dem Leiden ein organischer Auslöser im Gehirn zugrunde liegt.

Einige Dystonien werden durch Medikamente ausgelöst, die den Botenstoff Dopamin hemmen – etwa Mittel gegen Übelkeit wie Metoclopramid und Prochlorperazin oder Medikamente, die zur Behandlung von Psychosen und Schizophrenie eingesetzt werden.

In manchen Fällen liegt ein Schlaganfall, Gehirntumor, Gehirntrauma, eine Infektion, Sauerstoffmangel, eine Reaktion auf Medikamente, eine Schwermetall- oder CO2-Vergiftung vor.

Tritt eine Dystonie im Kindesalter auf, steckt meist ein genetischer Defekt dahinter. Diese Form der Dystonie betrifft den ganzen Körper und nimmt meist einen schweren Verlauf.

Tritt die Dystonie erst im Erwachsenenalter auf, passiert dies meist im Alter zwischen 30 und 50 Jahren und beschränkt sich dann meist auf ein begrenztes Körperareal, in dem besonders filigrane und meist unbewusste Bewegungsabläufe stattfinden und die vom Gehirn ziemlich häufig in Gang gesetzt werden.

Das könnte das Gehirn anfällig für Fehlsteuerungen machen. Zu den körperlichen Einschränkungen gesellen sich häufig auch psychische Folgen. Dystoniker fühlen sich meist von anderen beobachtet und abgewertet.

Nicht wenige reagieren darauf mit einer Depression. Hier kann eine Psychotherapie von großer Bedeutung sein.

Genaue Ursachen nicht bekannt

Bislang kennen die Ärzte die genaue Ursache dieser Erkrankung nicht. Es ist jedoch bekannt, dass sie häufig Personen betrifft, die bedingt durch Beruf oder Hobby dauerhaft eine abnorme Körperhaltung einnehmen (z. B. Musiker oder Sportler).

Einige Erkrankungsformen sind an bestimmte Aufgaben gebunden wie Geigenspiel, Schreiben oder Einlochen beim Golfen (mehr dazu im nächsten Absatz).

Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie ein unwillkürliches Krampfen und Zucken bei sich beobachten. Testverfahren schließen andere mögliche Ursachen wie die Parkinsonsche Krankheit aus, bevor man Behandlungsmöglichkeiten einer fokalen Dystonie erwägt.

Medizinische Ursachen der Golferkrankheit

Bemerkten Sie in der letzten Zeit Probleme Golfspiel mit zu kurzen Schlägen? Laut einer Mayo Clinic-Studie gibt es dafür eine medizinische Erklärung. Wissenschaftler fanden heraus, dass von 1.031 Golfspielern über die Hälfte Schwierigkeiten mit solchen Schlägen hatte.

Selbst dann, wenn sie 20 Jahre lang keine Probleme empfanden. Dieses Phänomen bezeichnet man als Golferkrankheit (yips). Sie ruft unter Umständen Zittern und Frösteln hervor.

Sie verschlechtert sich in stressreichen Situationen, etwa bei Turnieren. Sie führt bei 18 Löchern zu durchschnittlich fünf zusätzlichen Schlägen.

Die Autoren der Studie vermuten, dass diese Krankheit durch eine Kombination von körperlichen und psychologischen Faktoren entsteht. Die Symptome ähneln denen einer fokalen Dystonie.

Sie betrifft Musiker, Stenografen, Zahnärzte und andere Personengruppen, die von einer sich ständig wiederholenden Beanspruchung mit ausgestreckten Armen betroffen sind.

Die Autoren planen eine Studie, um herauszufinden, ob der Wechsel des Schlägers oder eine Änderung der Haltung helfen. Die Wirkung von Betablockern zur Behandlung von Bluthochdruck und bestimmten Herzkrankheiten wird näher untersucht. Sie lindern einige Arten von Zittern.

Fokale Dystonie Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Dystonie: Wenn Ihre Muskeln und Nerven Aussetzer haben

Wenn Sie an der Bewegungsstörung Dystonie leiden, dann haben Sie das Gefühl, dass Sie ständig mit Ihrem eigenen Körper kämpfen.

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