Fibromyalgie: Schmerzmittel keine Dauertherapie
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Wenn die Schmerzen besonders stark sind, lassen sich Analgetika (schmerzlindernde Medikamente) oft nicht umgehen. (Acetylsalicylsäure Aspirin bzw. Weidenrinde - Achtung bei zahnärztlichen Eingriffen: herabgesetzte Blutgerinnung) oder Paracetamol können die Beschwerden kurzzeitig erträglicher machen, sollten aber nicht unkontrolliert über längere Zeit eingenommen werden. Auch niedrig dosierte Antidepressiva (z. B. Amitriptylin oder Doxepin, nur mit ärztlicher Verordnung) verschaffen vielen Fibromyalgikerinnen Linderung. Das müssten Sie für sich selbst ausprobieren.
Ergänzend kommen zur Schmerzbekämpfung hinzu:
- Infrarotwärme,
- Akupunktur oder Akupressur.
Da die Fibromyalgie sich auf so verschiedenartige Weise zeigen kann, lassen sich schlecht generelle Akupressur-Punkte empfehlen. Am besten fragen Sie nach einer in Ihrem Fall erfolgreichen Akupunkturbehandlung den oder die Therapeutin, welche Punkte Sie anschließend mit Akupressur behandeln sollen (nicht zu verwechseln mit den Tender Points!). Im Prinzip handelt es sich ja um die selben Punkte wie bei der Akupunktur, nur müssen es Ihre Punkte sein und obendrein für Sie leicht zugänglich und auffindbar.
Als absolutes Kontrastprogramm zur Wärmetherapie mit Infrarotlicht sind erstaunliche Erfolge bei Fibromyalgie mit Ganzkörperkältetherapie verzeichnet worden. Sie stammt aus Japan, wo vorzugsweise Rheumapatienten damit behandelt werden. Sie wird in Kliniken jetzt auch ambulant angeboten. Aus den Kältekammern mit trockener Luft von -80° Celsius sind nach wenigen Minuten Aufenthalt schon die schlimmsten Schmerzen verschwunden. Die extreme Kälte wird wegen der Trockenheit kaum empfunden, sie beeinflusst aber die schmerzübertragenden Nervenleitbahnen und vermutlich auch den Serotoninspiegel. Nach mehrfacher Behandlung soll der Erfolg länger anhalten. Die Krankenkassen übernehmen allerdings die Kosten meistens nicht. (Fragen Sie nach!)