Fibromyalgie: Schmerzhafte Druckpunkte
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GNL5356
Die ärztliche Diagnostik orientiert sich in der Regel an der geschilderten Schmerzsymptomatik im Bereich des gesamten Bewegungsapparates. Sie sucht nach bestimmten typischen Schmerzdruckpunkten, den so genannten Tender Points. Eine Fibromyalgie gilt als gesichert, wenn neben den allgemeinen Schmerzen mindestens 11 von 18 vorgegebenen Tender Points auf Druck sehr schmerzhaft reagieren. Mit Hilfe eines Druckdolorimeters (Meßgerät zur Einschätzung der Druckschmerzhaftigkeit) lässt sich dieser erhöhte Druckschmerz auch objektiv nachweisen.
Da alle Symptome einer Fibromyalgie ebenso wie die Tender Points auch bei anderen Erkrankungen vorkommen können, müssen vor der endgültigen Diagnose bestimmte Leiden (z. B. Rheuma, Infektionen, Muskelentzündungen, Tumoren) ausgeschlossen werden. Dazu untersucht Ihre Ärztin oder Ihr Arzt auch das Blut und den Urin. Denn bei Fibromyalgie sind im Gegensatz zu den Krankheiten, die es abzugrenzen gilt, die meisten Blut- und Urinwerte im Normalbereich. Gegebenenfalls können auch Röntgenaufnahmen und neurologische Spezialuntersuchungen notwendig werden.