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Fibromyalgie: Ernährung kann helfen

Wenn Sie unter Fibromyalgie leiden, sollten Sie besonders darauf achten, dass Ihre Ernährung gesund ist. Essen Sie Obst und Gemüse und nehmen Sie viele Vitamine zu sich.

Manchen Menschen hilft es auch, wenn sie ein oder zwei Jahre komplett auf Fleisch verzichten und danach nur wenig Fleisch und Wurstwaren zu sich nehmen. Wissenschaftler, die Rheumaerkrankung und Fibromyalgie untersuchen, wissen aber noch nicht, woran das liegt.

Generell sollten Sie bei Fibromyalgie auf Folgendes achten:

  • Reduzieren Sie Ihre Fettaufnahme. 60 Gramm Fett dürfen Sie maximal täglich zu sich nehmen. Ein Großteil dieser Menge sollte aus ungesättigten Fetten bestehen – höchstens ein Drittel aus gesättigten Fetten.
  • Meiden Sie tierische Fette, Innereien und Eigelb. Diese liefern viel Arachidonsäure, die im Körper Rheumaprozesse auslösen kann – verzichten Sie daher so weit wie möglich auf diese Lebensmittel.
  • Machen Sie die Arachidonsäure unschädlich. Dabei helfen Ihnen Omega-3-Fettsäuren. Diese sind in Makrele, Lachs und Hering enthalten.
  • Natürlich dürfen Sie Kaffee trinken, Sie sollten aber nicht mehr als 3 Tassen zu sich nehmen. Ich weiß aber, dass viele Fibromyalgie-Patienten mehr trinken, da sie durch die Schlafstörungen tagsüber müde sind. Der Kaffee soll dann wach halten. Mein Rat: Trinken Sie stattdessen lieber grünen Tee. Auch er hält Sie wach – ist also eine gute und vor allem gesündere Alternative zum übermäßigen Kaffeekonsum.

Die Kombination aus bewusster Ernährung und alternativen Therapien wird Ihnen leider keine endgültige Heilung verschaffen. Die ist bei Fibromyalgie nicht möglich. Aber Sie können mit diesen Maßnahmen Ihre Schmerzen doch deutlich lindern.

Linderung durch Stangerbäder

Patienten mit einer Fibromyalgie (chronische Muskelschmerzen) ist mit konventionellen Behandlungsverfahren wie Schmerzmitteln oder Massagen oft nur schwer zu helfen.

Wie die Münchener Medizinische Wochenschrift im Oktober 2006 meldete, haben Mediziner aus Ankara/ Türkei die Beschwerden jetzt mit so genannten Stangerbädern erfolgreich behandeln können. Das sind warme Bäder, durch die ein schwacher Gleichstrom geleitet wird.

Die Stromstärke ist dabei so gering, dass sie vom Patienten im Wasser kaum wahrgenommen wird.

50 Patientinnen nahmen in der Studie über einen Zeitraum von zehn Tagen ein tägliches 20-minütiges Stangerbad. Eine gleich große Kontrollgruppe wurde weiter wie bisher nur mit Medikamenten behandelt.

Im Vergleich zur Kontrollgruppe nahm die Anzahl der Schmerzpunkte in der Stangerbad-Gruppe deutlich ab, und auch das allgemeine Schmerzempfinden sowie die Beweglichkeit der Patientinnen hatten sich deutlich gebessert.

Der Effekt hielt mindestens zwei Monate nach Absetzen der Bäder weiter an.

Falls auch Sie an Fibromyalgie leiden, könnte dieses altbewährte Naturheilverfahren also eine echte Linderung bedeuten. Es wird in Kurkliniken, aber auch von ambulant tätigen Medizinern und Physiotherapeuten angeboten.

Fibromyalgie: Führen Sie Tagebuch

Wenn Sie unter einer Fibromyalgie leiden, kann es sinnvoll sein, ein Tagebuch zu führen – ohne dass Sie sich allzu sehr mit Ihren Beschwerden beschäftigen. Es soll Ihnen vor allem dabei helfen, herauszufinden, was Ihnen gut tut und was nicht.

Welche Behandlungen, welche Aktivitäten, welches Maß an Müßiggang verschafft Ihnen am meisten Erleichterung?

So können Sie auch feststellen, welche Maßnahmen dazu führen, dass Sie weniger Medikamente brauchen, und welche Fortschritte Sie machen.

In der Rückschau lässt sich erkennen, wie lange bestimmte Schmerzattacken gedauert haben oder dass Sie beispielsweise nicht in Panik geraten müssen, weil sich Ihre Beschwerden jedes Mal bei bestimmten Ereignissen verschlechtern.

Das könnten die Rubriken sein, unter denen Sie Ihre wichtigen Erkenntnisse notieren:

  • Schmerzen auf einer Skala von 1 bis 10
  • Wo tat es weh?
  • Welche Symptome hatte ich?
  • Welche Medikamente habe ich heute genommen?
  • Was habe ich mir Gutes getan?
  • Wie viel Stress war heute?
  • Was habe ich gegessen und getrunken?
  • Wie lange habe ich geschlafen?
  • Wie konzentriert war ich?
  • Welche Gefühle hatte ich?
  • Pluspunkte: Was war heute besonders schön?

 

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