Fibromyalgie: Der Schmerz ist überall
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Der ganze Körper schmerzt. Die Muskeln sind morgens so steif, daß es schwierig ist, in Bewegung zu kommen. Der Patient ist ständig müde, aber er schläft schlecht. Trotzdem kann der Arzt die Ursache nicht finden.
Dies ist ein vertrautes Szenarium für Personen mit Fibromyalgie. Die Diagnose Fibromyalgie wird in letzter Zeit zunehmend häufiger gestellt. Einige Schätzungen gehen dahin, daß bis zu 2% der Europäer davon betroffen sind.
Weil jedoch vieles bei Fibromyalgie noch unbekannt ist, bleibt sie ein kontroverses Thema und ein Brennpunkt medizinischer Debatten. Wir möchten hier darlegen, was wir darüber wissen und nicht wissen und was Sie tun können, um möglicherweise die Symptome zu mindern.
Der Schmerz ist überall
Die Fibromyalgie ist eine Erkrankung, bei der chronische Schmerzen in den Muskeln, Bändern und Sehnen auftreten. Es wird oft Fibromyalgie-Syndrom genannt, was bedeutet, daß es sich nicht um eine bestimmte Krankheit handelt, sondern eine Ansammlung mehrerer Symptome in Kombination.
Bevor sich das American College of Rheumatology im Jahre 1990 auf den Begriff Fibromyalgie einigte, war diese Störung unter Namen wie Fibrositis, chronisches Muskelschmerz-Syndrom, psychogener Rheumatismus und Spannungsmyalgie geläufig.
Das Hauptsymptom der Fibromyalgie ist der chronische Schmerz – ein „Schmerz überall“. Der Schmerz wird als Tiefenschmerz oder ein brennendes Gefühl wahrgenommen. Er ist oft von Steifheit und einem unangenehmen Gefühl in Muskeln, Sehnen und Bändern begleitet.
Obwohl sich dieser Zustand wie eine Gelenkerkrankung darstellt, ist sie keine Form der Arthritis und verursacht auch keine Verformung der Gelenke.
Die Fibromyalgie kann auch von Schlafstörungen, Müdigkeit, Angstzuständen, Streß, Depression, Sensibilitätsstörungen, Kopfschmerzen, Ameisenlaufen der Hände und Füße, Verdauungsproblemen und Empfindlichkeit gegenüber Wetter- und Temperaturumschwung begleitet sein.
Die Symptome können kommen und gehen, doch verschwinden meist nie ganz. Sie sind oft am stärksten im ersten Jahr der Erkrankung. Obwohl eine Tendenz zu einem chronischen Verlauf besteht, schreitet die Fibromyalgie nicht fort und ist nicht zerstörerisch oder lebensbedrohlich.