Fibromyalgie: Das hilft gegen Schmerzen
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Fibromyalgie
GNL5356
Fibromyalgie ist kein entzündliches Weichteilrheuma. Daher helfen Ihnen die Mittel nicht, die normalerweise gegen Rheuma eingesetzt werden. Schmerzmittel und Medikamente, die Kortison enthalten, oder Präparate, die Ihre Muskeln entspannen, zeigen (fast immer) keine Wirkung. Es gibt allerdings alternative Therapieformen, die Ihnen helfen können, Ihre Fibromyalgie in den Griff zu bekommen.
- Akupunktur: Bei dieser Behandlung, die aus der traditionellen chinesischen Medizin stammt, werden Nadeln in Ihren Körper gestochen. Bestimmte Punkte regen den Energiefluss im Körper an. Akupunkturnadeln, die an diese Bereiche gesetzt werden, lindern die Schmerzen, die die Fibromyalgie bei Ihnen verursacht. Leider müssen Sie diese Behandlung noch selbst bezahlen. Die Kosten pro Akupunktur-Sitzung betragen zwischen 25 und 75 €.
Heilgymnastik: Bei dieser speziellen Art der Gymnastik erhöhen Sie die Kraft Ihrer Muskeln. Gleichzeitig bauen Sie so Schmerzen ab, die durch die zu schwachen Muskeln entstehen, und fördern Ihre Beweglichkeit. Ihr Gesamtzustand verbessert sich – Sie werden fitter. Einen Therapeuten für Heilgymnastik sollten Sie sich von Ihrem Arzt empfehlen lassen. Die Kosten werden meist von Ihrer Kasse übernommen.
Medikamentöse Therapie: Eine Behandlung mit Medikamenten, oft werden schwache Antidepressiva eingesetzt, ist als Langzeittherapie durchaus erfolgreich. Werden aber andere Mittel eingesetzt, lohnt sich eine Behandlung nur während akuter Fibromyalgie-Schübe.
Physikalische Therapie: Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Wärmebehandlungen, Infrarotanwendungen, Packungen und Massagen. Achten Sie darauf, dass bei Ihnen auch manuelle Lymphdrainagen durchgeführt werden. Dann reduziert diese Behandlungskombination nicht nur Ihre Schmerzen, sondern auch die Wasserablagerungen in Ihrem Körper. So verringert sich der Druck auf Ihr Körpergewebe.
Thermalbehandlungen: Baden in Thermalwasser wird bei normalem Rheuma angewandt, hilft aber auch beim nichtentzündlichen Weichteilrheuma. Die Wärme, meist 38 °C, lindert die rheumabedingten Schmerzen. Zudem können Sie in diesem Wasser auch schmerzlindernde Aqua-Gymnastik betreiben. Kurse dazu werden – meist sogar kostenlos – in jedem Thermalbad angeboten.
Welche Therapie für Sie sinnvoll ist, sollten Sie zusammen mit Ihrem Arzt entscheiden. Ich kann Ihnen nur sagen, was definitiv nicht sinnvoll ist: Behandlungsformen wie Sauerstoff- oder Frischzellentherapie haben sich als nicht hilfreich erwiesen.
Wenn bei alternativen Therapien Kosten anfallen, müssen Sie diese leider fast immer selbst bezahlen – fragen Sie aber auf jeden Fall bei Ihrer Krankenkasse noch einmal nach.