Fibromyalgie: Charakteristische Beschwerden
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GNL5356
- Großflächige Schmerzen: ausgedehnte, flächenhafte Muskelschmerzen mit oft wechselnder Lokalisation, hauptsächlich an der Wirbelsäule und den Extremitäten. Manchmal „schmerzt es überall“, häufig durch Stress, Kälte und körperliche Betätigung beeinflusst und von Steifheit und subjektiv wahrgenommenem Anschwellen der Extremitäten begleitet. Typische Druckpunkte: durch mäßigen Fingerdruck an bestimmten Punkten wird eine Schmerzempfindung ausgelöst. Charakteristisch sind Punkte am Hinterhaupt und unterem Nackenbereich, an der Schultermitte, am Brustbein, an den vorstehenden Punkten am Ellbogengelenk, an der Gesäßmuskulatur, über dem Hüftknochen sowie im Bereich des Kniegelenkspaltes.
- Müdigkeit: sie ist verschieden stark, oft extrem und tritt häufig bereits nach Minimalbelastungen auf.
- Schlechter Schlaf: mit Schwierigkeiten beim Einschlafen, oftmaliges Aufwachen in der Nacht, so dass Sie am Morgen völlig erschöpft erwachen. Die Schmerzsymptome und die Müdigkeit sind oft so stark, dass sie zur Behinderung und Arbeitsunfähigkeit führen können. Viele Patienten können die normalen Arbeiten im Haushalt nicht mehr verrichten oder müssen ihre Arbeit aufgeben.
- Psychische Störungen: depressive Verstimmung, Angstgefühle, emotionale Labilität.
- Mannigfaltige Begleitsymptome: Kopfschmerzen, Reizdarm, kalte Extremitäten, trockener Mund, Herzklopfen, Zittern, Engegefühl beim Schlucken, Reizblase und Kreislaufschwierigkeiten.
Das Tückische an der Fibromyalgie ist ihre schlechte Objektivierbarkeit. Das bedeutet, dass bei oft sehr ausgeprägten Beschwerden Labortests völlig unauffällig sind und im Röntgen häufig nur minimale Abnutzungserscheinungen festgestellt werden, die von ihrer Ausprägung dem Beschwerdebild nicht zuzuordnen sind.