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Fibromyalgie: Behandlung

Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Fibromyalgie

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Wie bekommen Sie die Fibromyalgie in den Griff?

  1. Schmerztherapie: Die Gabe von schmerzstillenden Medikamenten wie Antirheumatika sollte vorwiegend auf akute Schübe der Erkrankung beschränkt bleiben. Für Patienten mit Magen-, Darmproblemen wurde speziell eine neue Generation von Antirheumatika (Coxibe) entwickelt, die bei gleichguter Wirkung sehr magenfreundlich sind. Bei depressiven Begleitzuständen werden Antidepressiva mit gutem Erfolg eingesetzt. Schmerzlinderung, Stimmungs- und Schlafverbesserung treten nach zirka drei Wochen ein. 
  2. Tropisetron: Es handelt sich bei diesem Medikament um einen Serotonin-Rezeptorenblocker, das seit kurzem bei Fibromyalgie-Patienten mit großem Erfolg eingesetzt wird. Die Gabe erfolgt intravenös als Zyklus von zehn Injektionen, anschließend nach Bedarf.
  3. Lokale Infiltrationen mit Lokalanästhetika: Bei dieser Therapie wird an entzündete Sehnenansätze oder in stark verhärtete Muskeln eine kleine Menge eines entzündungshemmenden Medikaments gespritzt. Diese Therapie ist speziell bei ausgeprägten Druckschmerzpunkten äußerst effizient.
  4. Bewegung, Heilgymnastik: Bewegung ist ein wichtiger Teil des Rehabilitationsprogramms. Verstärkte Bewegung erhöht die Muskelkraft und die Beweglichkeit. Sie hilft auch bei der Verbesserung der Körperhaltung, stärkt die körperliche Fitness und fördert das Wohlbefinden. Da Fibromyalgie-Patienten sehr empfindlich sind, sollte stets einer Einzelheilgymnastik der Vorzug gegeben werden. 
  5. Physikalische Therapien: Lokale Wärmebehandlungen mit Packungen, Ultraschall und Massage können den Heilungsprozess erheblich beschleunigen. Da Fibromyalgie-Patienten immer wieder Wassereinlagerungen im Gewebe aufweisen, wird durch manuelle Lymphdrainage der Gewebsdruck und damit die Schmerzen erheblich reduziert.  
  6. Thermalkuren: Heilwässer haben durch die im Wasser gelösten besonderen Elemente als auch durch ihre natürliche Wärme einen Heileffekt bei vielen rheumatischen Erkrankungen. Die kurmäßige Anwendung in Verbindung mit physikalischen Therapiemaßnahmen und Unterwassergymnastik bringt den Betroffenen oft große Fortschritte.
  7. Akupunktur: Dieses seit Jahrtausenden bestehende Heilverfahren hat sich auch bei der Behandlung der Fibromyalgie hervorragend bewährt. Im Sinne der Ganzheitsmedizin wird ein Ausgleich im Gesamtenergiehaushalt des Körpers und damit eine Schmerzlinderung bewirkt. Begleitende diätetische Maßnahmen stärken die Grundenergie im Körper.

 


  • Magnetfeldtherapie: Über eine verbesserte Sauerstoffversorgung des Körpers und Abtransport von Stoffwechselschlacken ergibt sich oft eine erstaunliche allgemein wohltuende Wirkung und Schmerzlinderung. Das Magnetfeld bewirkt eine Harmonisierung aller Stoffwechselvorgänge im Organismus und greift günstig in das Immunsystem ein. Gerade die Kombination von lokalen Infiltrationen mit anschließender Applikation eines Magnetfeldstabes (= konzentriertes lokales Magnetfeld) erhöht erstaunlich die Ansprechrate beider Therapien.
  • Psychotherapie: Stress kann in Ihrer Krankengeschichte eine Schlüsselrolle spielen. Sie sollten selbst an der Bewältigung von Stress und anderen widrigen Umständen arbeiten. Oftmals ist es wichtig, auch die Familienmitglieder in die Therapie einzubeziehen.
  • Homöopathie: Der Einsatz stark verdünnter und pflanzlicher Essenzen hat mit großem Erfolg in Praxen Einzug gehalten. Auch beim Fibromyalgie-Syndrom werden diese Substanzen verwendet und stellen sowohl eine Ergänzung als auch Alternative zur klassischen Schulmedizin dar.
  • Entspannungstechniken:Autogenes Training, Yoga und Qi Gong runden das Therapiekonzept ab. Zur Behandlung einer Fibromyalgie gibt es keine spezielle Einzeltherapie. In den meisten Fällen ist eine Kombination aus verschiedenen Therapien erforderlich und eine gute Arzt-Patientenbeziehung von wesentlicher Bedeutung.
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