Epilepsie: Allgemeines
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Epilepsien können Betroffene in unterschiedlichem Maße beeinträchtigen: Einige können häufige, unkontrollierte Anfälle erleiden, und Andere erleben vielleicht nur seltene, leichte Anfälle, die sich mit Medikamenten gut beherrschen lassen.
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Bei der Epilepsie handelt es sich um die häufigste chronische Krankheit des zentralen Nervensystems. Etwa 5% der Bevölkerung erkranken an epileptischen Anfällen – meistens nur vorübergehend – im Laufe ihres Lebens daran. Eine aktive Epilepsie entwickeln hingegen etwa 0,6 % in Europa (Weltgesundheitsorganisation), dies entspricht ca. 500.000 Menschen in Deutschland.
5% der Bevölkerung sind von Epilepsien betroffen
Wie bei anderen chronischen Erkrankungen auch, können Epilepsien auf eine sorgfältige therapeutische Einstellung ansprechen. Das erfordert eine enge Zusammenarbeit mit dem Arzt und ein genaues Befolgen der Behandlungsvorschriften. Neue Medikamente und verbesserte chirurgische Verfahren sind jetzt verfügbar. In vielen Fällen lassen sich die epileptischen Anfälle einschränken oder sogar ganz unterdrücken.
Elektrische Funktionsstörung im Gehirn
Epilepsien sind auf Funktionsstörungen im Gehirn infolge abnormer elektrischer Aktivitäten zurück zu führen. Normalerweise senden die Nervenzellen des Gehirns Millionen kleiner elektrischer Impulse aus, die sich dann über andere Nervenzellen im ganzen Körper verbreiten.
Bei Epilepsie-Patienten kann dieser Signalfluss manchmal durch Ausbrüche elektrischer Aktivität unterbrochen werden und beeinflusst dann Bewusstsein, Kontrolle der Muskeln, Bewegungen oder Sinneseindrücke.
Epileptische Anfälle werden in 2 Kategorien eingeteilt - je nachdem wie die Ausbrüche beginnen.
Fokale Anfälle – Diese Form beginnt in bestimmten Hirnregionen. Es gibt 3 Arten von fokalen Anfällen: einfache, komplexe und sekundär generalisierte.
Einfach-fokale Epilepsien sind am erträglichsten, da sie nicht mit Bewusstlosigkeit einhergehen. Jedoch können sie Symptome verursachen wie Zucken von Extremitäten, veränderte Gefühle oder Wahrnehmungsstörungen.
Komplex-fokale Anfälle verändern das Bewusstsein für einige Minuten, sodass eine vorübergehende Verwirrung auftreten kann. Gewöhnlich führen sie zu einem zeitweiligen Gedächtnisverlust (Amnesie) und lassen Betroffene dann als nicht ansprechbar erscheinen.
Die Symptome können wenige Minuten bis Stunden andauern
Diese Epilepsieform ist am weitesten verbreitet. Normalerweise dauern die Anfälle einige Minuten und können einen starren Blick verursachen sowie Bewegungen wie wiederholtes Händereiben, Lippenlecken, monotones Gestikulieren oder sinnloses Schlucken. Verwirrung oder Schläfrigkeit folgen danach und können Minuten bis Stunden dauern.
Eine sekundäre generalisierte Epilepsie beginnt in einer Gehirnregion. Sie ist die schwerwiegendste der 3 Epilepsieformen. Beide anderen Formen können in diese übergehen.
Primär generalisierte Epilepsien – Die Ursache für diese Gruppe der Epilepsien ist noch nicht bekannt. Sie scheint das gesamte Gehirn einzuschließen.
Dabei unterscheidet man 4 Formen: Petit Mal (Abwesenheit), myoklonische -, atonische Formen und Grand Mal (generalisiert klonisch-tonisch). Die ersten 3 sind meist kürzer und verlaufen weniger schwer als die Grand-Mal-Form.
Leider zählt Letztere zu den häufigsten und stärksten Formen der primär generalisierten Epilepsien. Sie zeichnen sich aus durch Verlust des Bewusstseins, Versteifung des Körpers, Zucken, manchmal auch Zungenbeißen und Verlust der Kontrolle über Blase und Darm. Nachdem das Zucken aufgehört hat, kommt ein Intervall der Verwirrung und Schläfrigkeit, die Minuten bis Stunden dauern kann.