Demenz: Vorbeugung mit Medikamenten?
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Andere Studien haben untersucht, inwieweit Medikamente eine Demenz verzögern können. Vor kurzem haben Wissenschaftler eine Substanzgruppe identifiziert, die einen Zugewinn an wertvoller Zeit für Menschen mit einer gedächtnisrelevanten Vorform, dem so genannten Mild Cognitiv Impairment (MCI, Leichte kognitive Störung) erbringt.
Das MCI ist eine Übergangsform zwischen normaler, altersbedingter Vergesslichkeit und ernsteren, Demenz-assoziierten Problemen. Eine Studie zeigte, dass der Wirkstoff Donepezil (Aricept®), ein Acetylcholinesterase (AChE)-Hemmer, das Risiko des Fortschreitens von MPI zur Alzheimer-Krankheit in bis zu 1 8 Monaten reduzierte.
Andere Studien untersuchen die AChE-Hemmer Galantamin (Reminyl®) und Rivastigmin (Exelon®), um damit ähnliche Effekte zu erzielen. Die Ergebnisse dieser Studien stehen jedoch noch aus.
Vielleicht haben Sie über viele andere Möglichkeiten gehört, um den Ausbruch einer Demenz zu verzögern. Zu den untersuchten Therapien gehören die Bewegungstherapie und die Gabe von Vitaminen, womit die Homozystein-Spiegel reduziert werden sollen. Die Aminosäure Homozystein ist nämlich nach neueren Erkenntnissen ebenfalls ein Risikofaktor für die Gesundheit der Nervenzellen.
Viele der Untersuchungsergebnisse sind allerdings widersprüchlich. Weitere Tests sind nötig, um die verschiedenen Optionen zur Verzögerung einer Demenz zu bewerten.