Demenz: Puppen und Teddys holen die Patienten aus ihrer Lethargie
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Genauso wie Musik aus der Kindheit und Jugend der Patienten den Alltag von Alzheimer-Kranken bereichert und die Pflege erleichtert, können das Puppen und Stofftiere. Eigentlich ein nahe liegender Gedanke. Doch erst Psychologen des Allgemeinen Krankenhauses in Newcastle/ Großbritannien kamen auf die Idee, den Nutzen von Puppen und Kuscheltieren für Patienten mit unheilbarem Gehirnabbau zu testen.
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Sie hatten nämlich beobachtet, wie eine ihrer Patientinnen plötzlich „erwachte“ und wieder zu sprechen begann, wenn ihr Enkel mit seinem Teddybär zu Besuch kam. Dadurch angeregt, führte Dr. Ian James eine kleine Studie an 14 Demenz-Patienten durch, die alle Spielteddys oder Puppen bekamen. Das im Grunde nicht überraschende Ergebnis präsentierte der britische Psychologen-Verband im Juli 2006: Während der zwölfwöchigen Testphase begannen Patienten, die zuvor nicht mehr gesprochen hatten, wieder zu reden – und zwar nicht nur mit den Puppen bzw. Teddys, um die sie sich sehr liebevoll und engagiert kümmerten, sondern auch mit dem Pflegepersonal und Mitpatienten. Insgesamt wirkten die Patienten zufriedener, ruhiger und ausgeglichener, beobachtete Dr. James.
N&G rät Ihnen: Falls Sie die „Teddytherapie“ bei einem demenzkranken Angehörigen ausprobieren wollen: Zwingen Sie den Patienten nicht, sondern bieten Sie Puppe bzw. Bär einfach nur an oder setzen Sie das Spielzeug auf sein Bett. Und besorgen Sie einen Bär oder eine Puppe, wie Sie Ihr Angehöriger aus seiner Kindheit kennt – vielleicht einen „Gebrauchten“ vom Flohmarkt.
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