Demenz: Diese Symptome können Sie rechtzeitig vorwarnen!
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Demenz ist „in“. Noch nie wurde darüber so viel geredet und geschrieben wie in den letzten Jahren. In einer aktuellen amerikanischen Studie wurde unlängst vor einer globalen Alzheimer-Epidemie gewarnt: Jeder 85. Erdbewohner werde daran erkranken. Dabei ist die Alzheimersche Erkrankung zwar die häufigste, aber nur eine Form der Demenz. Bei solch düsteren Vorhersagen sind selbst kleinste vorbeugende Schritte und eine frühe Erkennung erster Symptome wichtig! Aber: Vergisst nicht jeder mal etwas? Was ist eine normale Alterserscheinung und wo fängt die Krankheit an? Ich kläre Sie im folgenden Beitrag über die ersten Anzeichen einer möglicherweise beginnenden demenziellen Erkrankung auf.
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Leichte Störungen des Gedächtnisses oder des Denkvermögens kennt jeder von uns: Vergesslichkeit, Unkonzentriertheit, Orientierungsprobleme! Wie können Sie diese von einer demenziellen Entwicklung abgrenzen? Es stimmt nämlich nicht, dass Altern zwangsläufig mit Gedächtnisstörungen und geistigen Problemen einhergeht.
Die typischen Symptome von Demenz
Der Begriff „Demenz“ bezeichnet ein Krankheitsbild, das sich aus verschiedenen charakteristischen Symptomen zusammensetzt. Über die möglichen Ursachen der Demenz sagt dieser Begriff noch nichts aus.
Eine Demenz wird dann von einem Arzt diagnostiziert, wenn intellektuelle Störungen in mehreren Bereichen nachweisbar sind und diese zu einer länger als sechs Monate andauernden Beeinträchtigung in der Bewältigung von Alltagsaufgaben führen.
Dazu gehören:
- Gedächtnisstörungen mit Einschränkungen beim Lernen von neuen Sachverhalten oder auch das Vergessen von früher Erlerntem
- Störungen des Denkens, wie die eingeschränkte Urteilsfähigkeit oder ein reduziertes Umsetzungsvermögen Störungen der emotionalen Kontrolle, wie des Sozialverhaltens und der Motivation.
- Häufig treten noch weitere Symptome wie Schlafstörungen, Unruhe und Aggression, Depression, Apathie oder Halluzinationen auf
Erste Verdachtsmomente? So geht es dann weiter!
Sind Ihnen Veränderungen der Gedächtnisleistung, der Urteilskraft, der Bewältigung alltäglicher Aufgaben, Veränderungen des Verhaltens oder der Stimmung aufgefallen, wie im rechten Teil der Tabelle unten beschrieben, sollten Sie frühzeitig Ihren Arzt aufsuchen.
Dieser wird eine genaue Anamnese bei Ihnen erheben. Dazu gehört, dass eine körperliche Untersuchung sowie Laboruntersuchungen durchgeführt werden, um andere Erkrankungen auszuschließen. Um die einzelnen Gehirnteile und die Arbeitsweise des Gehirns zu beurteilen, wird Ihr Arzt verschiedene Bilder beim radiologischen Kollegen veranlassen: CT (Computertomographie) oder MRT (Magnetresonanztomographie = Kernspin) zeigen das Gehirn in Schichten und helfen, die unterschiedlichen Krankheitsursachen zu unterscheiden. Bei konkreten Verdachtsmomenten wird Ihr Arzt dann einen Spezialisten hinzuziehen.
Außerdem werden Ihre Angehörigen ausführlich von Ihrem Arzt befragt. Für diese ist es in unklaren Situationen zusätzlich immer möglich, fachliche Bera tung bei einer der Alzheimer Beratungsstellen zu finden, die es inzwischen in allen größeren Städten gibt. Hier erhalten Sie auch Adressen von Spezialisten sowie Informationen über rechtlichfinanzielle Hilfen. Im Internet finden Sie unter www. deutsche-alzheimer.de Hinweise und Kontaktadressen der Deutschen Alzheimergesellschaft zur Demenz Erkrankung.
Falsch ist die Einstellung: „Eine genaue Untersuchung lohnt nicht, da man ja eh nichts machen kann!“
Auch bei der Demenz ist die exakte Diagnosestellung wichtig, denn je nach Ursache gibt es unterschiedliche Therapieansätze.
Richtig ist: Bei anderen Grunderkrankungen (siehe Kasten oben rechts) als der vaskulären und der Alzheimer Demenz kann eine gezielte Therapie begonnen werden. Bei der vaskulären Demenz können die Risikofaktoren für Durchblutungsstörungen behandelt werden. Schließlich können Antidementiva verschrieben werden. Das sind spezielle Medikamente gegen den geistigen Abbauprozess.