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Schmerzen in den Beinen? So verschieden können die Ursachen sein

1. Wenn sich Ihre Beinschmerzen beim Gehen bessern, liegt ein Venenleiden vor.

Die Schmerzen, die durch den Rückstau von Blut und den dadurch entstehenden Überdruck verursacht werden, stellen sich meist nach längerem Stehen oder Sitzen ein. Sie fühlen sich mehr wie ein Spannungsgefühl an. Wenn Sie sich bewegen, lässt das unangenehme Gefühl nach. Stechende Schmerzen deuten auf eine Venenentzündung oder Thrombose hin.

2. Wenn sich Ihre Beinschmerzen im Stehen bessern, sind Ihre Arterien erkrankt.

Diese Schmerzen entwickeln sich beim Gehen und können so stark werden, dass Sie immer wieder stehen bleiben müssen. Dann lässt der Schmerz nach. In der Medizin heißt dieses Leiden arterielle Verschlusskrankheit (paVK). Im Volksmund wird es Schaufensterkrankheit genannt, weil die Betroffenen oft vorgeben, sich beim häufigen Stehenbleiben Schaufenster anzuschauen.

3. Wenn sich Ihre Beinschmerzen beim Sitzen bessern, haben Sie wahrscheinlich ein orthopädisches Leiden.

Ist Ihr Kniegelenk beispielsweise durch Verschleiß verändert oder haben Sie ein entzündliches Gelenkleiden, klingen die Schmerzen meist ab, wenn Sie Ihren Bewegungsapparat entlasten – sich also hinsetzen oder hinlegen. Auch Bandscheibenschäden strahlen häufig in die Beine aus.

4. Wenn Ihre Beinbeschwerden vorwiegend nachts auftreten und mit Bewegungsdrang verbunden sind, leiden Sie unter „Restless legs“. Diese ruhelosen Beine machen sich durch „Ameisenlaufen“, Kribbeln und ziehende Schmerzen bemerkbar. Die Beschwerden stellen sich im Ruhezustand – meist nachts oder abends – ein und bessern sich ebenfalls durch Bewegung. Linderung tritt auch ein, wenn die Beine – insbesondere die Unterschenkel – heiß oder kalt gebadet werden.

Achtsamkeitstraining: Effektive Übungen gegen Schmerzen und Stress

Das Achtsamkeitstraining basiert auf der buddhistischen Lehre.

Die entsprechenden Übungen, die im Buddhismus zum täglichen Ritual gehören, hat der amerikanische Medizinprofesssor Jon Kabat-Zinn erstmals losgelöst von der Spiritualität zu medizinischen Zwecken eingesetzt.

1979 entwickelte er dazu an der Universitätsklinik in Boston (Massachusetts, USA) aus den ursprünglich buddhistischen Übungen ein Programm zur Behandlung chronischer Schmerzpatienten.

Kern dieses kurz Achtsamkeitstraining genannten Programms ist es, bei allen Übungen die Aufmerksamkeit immer wieder auf den gegenwärtigen Moment zurückzuleiten.

Die positiven Wirkungen des Achtsamkeitstrainings

  • Beruhigung und Entspannung
  • Abbau von Stress und Ängsten
  • Verbesserung der Schlafqualität
  • Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung
  • Stärkung des Immunsystems

Krankheiten wie Bluthochdruck, Schlafstörungen, Burnout und Depressionen können dadurch deutlich gelindert werden.

Wissenschaftlich belegte Wirksamkeit

Moderne Diagnoseverfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT) liefern Bilder der Gehirnstruktur, mit denen Forscher nachweisen können, was das Achtsamkeitstraining im Gehirn bewirkt.

So konnten Wissenschaftler der Universität Gießen nachweisen, dass sich durch regelmäßige Meditationen aus dem Achtsamkeitstraining bestimmte Teile unseres Gehirns verändern:

Das Angstzentrum (Mandelkern) schrumpft und das für die Gedächtnisleistung zuständige Areal (Hippocampus) wächst.

An der Universität Coburg gelang der Wirksamkeitsnachweis der achtsamen Meditationen auf molekularer Ebene. Hier ergab eine Studie, dass sich durch das Praktizieren der Hormonspiegel im Blut verändert, wodurch der Stress reduziert wird.

Von der Deutschen Schmerzgesellschaft empfohlen

Durch die Achtsamkeitsübungen lernen Sie, Dinge so anzunehmen, wie sie sind. Bezogen auf chronische Schmerzen heißt das, dass Sie gelassener werden und nicht mehr versuchen, gegen den Schmerz anzugehen.

Damit kann der Teufelskreis aus Anspannung, Schmerzen und Stress durchbrochen werden.

Da chronische Schmerzen oft in Zusammenhang mit Stress und seelischen Belastungen stehen, werden durch den Stressabbau auch die Schmerzen gelindert und die Lebensqualität chronischer Schmerzpatienten deutlich verbessert.

Die Deutsche Schmerzgesellschaft in Berlin rät daher Schmerzpatienten, das Achtsamkeitstraining unbedingt zum festen Bestandteil der Schmerztherapie zu machen.

7 Tipps, wie Sie Achtsamkeit im Alltag üben

  1. Bleiben Sie morgens nach dem Aufwachen einen Moment aufrecht auf der Bettkante sitzen und spüren Sie bewusst in Ihren Körper hinein. Nehmen Sie dabei alle aufsteigenden Gedanken und Gefühle wahr.
  2. Spüren Sie während des Tages immer wieder einmal in Ihren Körper hinein, und registrieren Sie dabei eventuelle Verspannungen, Wärme, Kälte oder Wohl- bzw. Unwohlsein.
  3. Konzentrieren Sie sich bei alltäglichen Verrichtungen (z. B. Kochen, Zähneputzen oder Geschirrspülen) ausschließlich auf das, was Sie tun, und lenken Sie Ihre Gedanken immer wieder zurück, wenn sie abschweifen.
  4. Genießen Sie den ersten Bissen beim Essen in voller Achtsamkeit. Spüren Sie auf der Zunge die Beschaffenheit, den Geschmack und die Empfindungen, die ausgelöst werden.
  5. Halten Sie tagsüber zwischendurch einmal inne und nehmen Sie den augenblicklichen Moment bewusst wahr.
  6. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit ausschließlich auf Ihren Atem, wenn Sie zum Beispiel an der Supermarktkasse, an der roten Ampel oder beim Arzt warten müssen.
  7. Überdenken Sie vor dem Einschlafen Ihre Momente der Achtsamkeit des zurückliegenden Tages. Spüren Sie noch einmal, wie Sie sich dabei gefühlt haben.

Citrat-Therapie: Neue Wege bei chronischen Schmerzen

Bei der Citrat-Therapie nutzt man den „basischen Effekt“ der Citrate, um Schmerzen zu vermindern und chronischen Schmerzen vorzubeugen. Das Citrat etwa in Magnesium-, Calcium-, Natrium-, Kalium-Citrat ist der eigentliche Schlüssel zur Wirksamkeit der Citrat-Therapie.

Er entscheidet nicht nur, wie gut der jeweilige Mineralstoff vom Körper aufgenommen wird, sondern verfügt selbst über eine eigenständige Wirkung in der Bekämpfung von Schmerzen.

Man kann davon ausgehen, dass hier das Citrat selbst durch seinen basischen Effekt eine bisher unterschätzte Wirkung auf den Stoffwechsel ausübt. Denn es ist in der Lage, Säure abzubauen und damit die Schmerzempfindlichkeit entscheidend herabzusetzen.

Wichtig ist dieser basische Effekt bei Krankheiten, die mit starken Schmerzen verbunden sind, wie Rheuma, Rücken- oder Gelenkschmerzen und Migräne.

Auch in der Prävention der Osteoporose sind Citrate von großer Bedeutung – so Prof. Dr. Jürgen Vormann, Leiter des Instituts für Prävention und Ernährung: „Täglich Kaliumcitrat über einen Zeitraum von 12 Monaten kann die Knochendichte wieder deutlich erhöhen.“

Deshalb empfiehlt sich schon bei der Diagnose eine Nahrungsergänzung mit Mineralstoffen in Form von Citraten (zum Beispiel Basica®).

Diese Präparate bieten darüber hinaus den Vorteil, dass sie über einen langen Zeitraum eingenommen werden können.

In Migräne-Studien mit einem Magnesium-Citrat (Magnesium-Diasporal®) wurde belegt, dass die Häufigkeit sowie die Intensität von Migräne-Attacken reduziert wurden. Andere Studien wiesen nach, dass basische Mineralverbindungen mit Citraten Rheumaschmerzen reduzieren können.

Eine klinische Studie an Patienten, die an rheumatischer Arthritis litten, hat ebenfalls ergeben, dass die Nahrungsergänzung mit Citratverbindungen zur Schmerzreduzierung führte.

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Helmut Erb
Über den Autor Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]

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