Alzheimer: Schwindender Geruchssinn ist Frühzeichen
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Alzheimer
GNL5356
Ein fortschreitendes Nachlassen des Geruchssinns kann ein Frühwarnsignal für die Entwicklung einer Alzheimer-Demenz sein. Darauf hat die US-Fachzeitschrift Archives of General Psychiatry im Juni 2007 hingewiesen. Das Fachblatt bezog sich auf eine neue Untersuchung des Alzheimer-Spezialisten Professor Dr. Robert Wilson von der Rush Universität in Chicago.
Der Forscher hatte die Gehirne von 129 verstorbenen Teilnehmern des „Rush-Projekts Gedächtnis und Alter“ untersucht, die dieser Autopsie zu Lebzeiten zugestimmt hatten. Dabei stellte sich ein direkter Zusammenhang zwischen dem Gehirnabbau und dem Verlust des Geruchssinns heraus. Mehr noch: Anhand der umfangreichen Daten aus dem langjährigen Projekt konnte der Forscher auch belegen, dass die Geruchsstörungen bereits im Anfangsstadium der Alzheimer-Krankheit so deutlich ausgeprägt waren, dass sie als zuverlässiges Frühwarnsignal angesehen werden müssen.
Tipp: Lassen Sie sich nicht verunsichern! Eine vorübergehende Beeinträchtigung des Geruchssinns, z. B. bei einer Erkältung, ist normal. Nur wenn Ihr Kurzzeitgedächtnis gleichzeitig merklich nachlässt und Sie plötzlich auch Wortfindungsstörungen haben, sollten Sie sich sicherheitshalber Ihrem Hausarzt anvertrauen.