Alzheimer: Regelmässige Kontrolle ist notwendig
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Wenn Ihr Arzt bei Ihnen eine leichtgradige neuropsychologische Störung diagnostiziert, wird er Ihnen wahrscheinlich zu regelmäßigen Kontrollen, jährlich oder halbjährlich, raten. Dabei werden die zu Anfang durchgeführten Tests wiederholt und die Ergebnisse verglichen. Besonderes Augenmerk wird Ihr Arzt auf die neuropsychologischen Funktionen legen. Dazu gehören Sprache, Lesen, Schreiben und das Herstellen und Verstehen von Zusammenhängen.
Eine deutliche Leistungsabnahme auf einem oder mehreren dieser Gebiete kann ein Hinweis darauf sein, dass sich aus einer leichtgradigen neuropsychologischen Störung eine Alzheimer-Krankheit entwickelt hat. Es gibt kein bestimmtes Behandlungsschema für leichtgradige neuropsychologische Störungen. Eine sorgfältige Kontrolle ist allerdings hilfreich, um festzustellen, ob Sie ein Kandidat für eine der neu aufkommenden Therapien sind, die zurzeit untersucht werden (siehe: „Klinische Studien zu neuen Therapieformen“).
Wissenschaftler suchen nach Medikamenten gegen die Alzheimer-Krankheit, um Personen mit leichtgradigen neuropsychologischen Störungen zu behandeln. Zu den in Deutschland zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit zugelassenen Medikamenten gehören Donepezil (Arizept®), Rivastigmin (Exelon®), Galantamin (Reminyl®) und Tacrin (Cogenx®).
Neue Behandlungsstrategien sind in der Entwicklung
Wissenschaftler, die über die Alzheimer-Krankheit forschen, arbeiten zweigleisig, um diese Erkrankung besser zu verstehen und zu behandeln. Zum einen versuchen sie, Anzeichen und Symptome der Alzheimer-Krankheit zu identifizieren, bevor sie ausbricht. Die Diagnose von leichtgradigen neuropsychologischen Störungen ist ein erster Schritt zu diesem Ziel.
Zum anderen untersuchen die Forscher, ob verschiedene Medikamente den Ausbruch der Alzheimer-Krankheit bei Personen mit leichtgradigen neuropsychologischen Störungen verzögern können. Dies soll betroffenen Personen ermöglichen, länger ein normales Leben zu führen.
Die Forscher hoffen, in Zukunft Strategien zur Verhütung der Alzheimer-Krankheit zu entwickeln. Aktuell haben 2 solcher Strategien – eine Impftherapie und ein Medikament, das ein krankheitsauslösendes Enzym blockiert –, bei der Alzheimer-Krankheit in Laborversuchen positive Ergebnisse erbracht. Jedoch wurden bisher keine klinischen Studien an Menschen durchgeführt.