Alzheimer: Nutzen Sie die Früherkennung
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Bis zu 30 Jahre lang kann die Krankheit im Verborgenen schlummern, bevor die ersten Symptome auffällig werden. Und auch dann gehen die Betroffenen nicht zum Arzt, weil sie die Diagnose „Alzheimer“ scheuen. Meistens erfolgt ein Arztbesuch erst zu einem Zeitpunkt, zu dem die Gehirnzellen schon zu einem hohen Prozentsatz unwiederbringlich verloren sind.
Hinzu kommt, dass wirksame Therapien in Deutschland nicht ausreichend genutzt werden. Acetylcholinesterase-Hemmer, wie z. B. der Wirkstoff Galantamin, der ursprünglich aus dem Schneeglöckchen gewonnen wird, können das geistige Leistungsvermögen um bis zu 4 Jahre stabilisieren. Auch Verhaltensstörungen und Aggressivität lassen sich erfolgreich mit dem Wirkstoff Risperidon behandeln; damit lässt sich die Lebensqualität steigern.
Zu einer erfolgreichen Behandlung gehört auch eine geeignete Betreuung. Der Kranke soll dabei geistig und körperlich entsprechend seinen Fähigkeiten gefordert werden, ohne ihn jedoch zu überfordern. Um die Beweglichkeit zu erhalten, werden auch Aktivitäten wie Schwimmen, Wandern und eine gezielte Physiotherapie empfohlen. Eine Ergotherapie hilft, praktische Tätigkeiten im Alltag zu üben. Ein weiterer Ansatz ist das Realitäts-Orientierungs-Training, das die Selbstständigkeit des Kranken fördert.
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