Alzheimer: Neuer Wirkstoff kann Symptome verbessern
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Tacrine, von der amerikanischen Gesundheitsbehörde (FDA) im September letzten Jahres zugelassen, ist der erste Wirkstoff, der nachweislich Symptome der Alzheimerschen Krankheit verbessert. Das FDA berichtet, daß Tacrine „bei einigen Patienten mit Alzheimerscher Krankheit von leichtem bis mittlerem Schweregrad einen kleinen, doch klinisch bedeutsamen Beitrag zur Linderung leistet”. Die Alzheimersche Krankheit ist ein fortschreitender Abbauprozeß, der das Gedächtnis, das Urteilsvermögen und die Denkfähigkeit betrifft. Patienten mit leichter bis mittelschwerer Alzheimerscher Krankheit können zu Hause leben und sich um ihre persönlichen Bedürfnisse selbst kümmern, benötigen jedoch Hilfe bei Aktivitäten, wie etwa Reisen, oder bei Entscheidungen.
Die Zeitschrift „Journal of the American Medical Association” (November 1993) berichtete, daß von Patienten mit leichter bis mittelschwerer Alzheimerscher Krankheit, die Tacrine einnahmen, etwa die Hälfte eine meßbare Verbesserung der Lernfähigkeit und des Erinnerungsvermögens zeigte. Dies bedeutet möglicherweise, daß Patienten mit diesem Grad an Alzheimerscher Krankheit eventuell weniger Schwierigkeiten mit der Erinnerung an Namen, bei der Zubereitung einfacher Mahlzeiten oder bei dem Wählen von Telefonnummern haben.
Da man eine mögliche Leberschädlichkeit nicht ausschließen kann, sind bei Patienten, die Tacrine einnehmen, regelmäßige Bluttests zur Überwachung der Leberfunktion erforderlich.
Tacrine ist in den USA (Handelsname Cognex) und Frankreich zugelassen, in einigen europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, ist die Zulassung beantragt. Tacrine kann auf Anordnung eines Arztes über internationale Apotheken besorgt und auch in Deutschland eingesetzt werden.