Alzheimer: Gedächtnisstörung kann Anzeichen sein
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Ihr Ehemann ist in letzter Zeit nicht mehr der „alte“. Er versäumte zweimal hintereinander seine Verabredung zum Golf und manchmal vergisst er sogar seinen wöchentlichen Spaziergang mit den Enkeln.
Sein Arzt vermutet, dass er an einer Gedächtnisstörung leidet, einer leichtgradigen neuropsychologischen Störung. Sie kann ein frühes Anzeichen der Alzheimer-Krankheit sein und sollte daher nicht ignoriert werden.
Die Alzheimer-Krankheit ist eine fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, bei der alle Gebiete des Gehirns schrumpfen und dessen Funktionsfähigkeit abnimmt.
Es ist wichtig, die Anzeichen und Symptome dieser Erkrankung zu erkennen und zu verstehen. Nur wenn Sie frühzeitig einen Arzt aufsuchen, können sie entsprechend behandelt werden.
Der Verstand bleibt klar, aber das Gedächtnis lässt nach
Die Erkrankung äußert sich durch Gedächtnisverlust. Bei vielen betroffenen Personen bleiben die intellektuellen Fähigkeiten voll erhalten. Nur das Gedächtnis lässt nach, insbesondere das Kurzzeitgedächtnis, das alle Informationen speichert, die vor kurzem aufgenommen wurden.
Der so genannte Hippokampus ist das Gebiet im Gehirn, dass für die Schaffung, die Speicherung und die Zugänglichkeit neuer Informationen und neuen Wissens verantwortlich ist. Diese kleine Region hat die Form eines Seepferdchens. Sie liegt in der Nähe des Temporallappens in der Mitte des Gehirns.
Bei den meisten Menschen schrumpft der Hippokampus mit zunehmendem Alter und verursacht leichte Gedächtnisstörungen. Bei Personen mit einer leichtgradigen neuropsychologischen Störung schrumpft er schneller und verursacht schwer wiegende Gedächtnisprobleme.
Die meisten Schwierigkeiten haben Betroffene damit, sich an vor kurzem aufgenommene Informationen und Wissen zu erinnern. Das Langzeitgedächtnis dagegen bleibt bei ihnen intakt. Beispielsweise können sich diese Personen durchaus an die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erinnern.
Aber die Erinnerung an das, was gerade gestern passiert ist, kann vermindert sein.
Ärzte haben das Schrumpfen des Hippokampus als eines der ersten Anzeichen der Alzheimer-Krankheit beschrieben.
Diese Erkrankung verursacht eine Abnahme der Gedächtnisleistung, der intellektuellen und der sprachlichen Fähigkeiten. Auch Fähigkeiten wie Lesen und Schreiben können betroffen sein. Bei Personen mit leichtgradigen neuropsychologischen Störungen kann nur das Gedächtnis betroffen sein.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben belegt, dass circa 80% der Personen mit leichtgradigen neuropsychologischen Störungen innerhalb von 10 Jahren nach der Diagnosestellung eine Alzheimer-Krankheit entwickeln. Was als leichte Gedächtnisstörung beginnt, kann zu einer Krankheit werden, die die Selbstständigkeit und das aktive soziale Leben beeinträchtigt.
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