Alzheimer: Diagnose
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Wie wird eine Alzheimer-Erkrankung festgestellt?
Auffallend ist, dass Erkrankte die typischen Symptome - Gedächtnis- und Orientierungsstörungen - als normale Alterserscheinungen verharmlosen. Andererseits herrscht in der Bevölkerung noch immer die Ansicht: „Alzheimer - da kann man nichts machen." Beides ist falsch! Alzheimer-Demenz ist keine normale Alterserscheinung, und für die Kranken kann heute schon sehr viel getan werden!
Mit einer frühzeitigen Diagnostik, mit medikamentösen und nichtmedikamentösen Therapien können die geistigen Fähigkeiten länger erhalten bleiben.
Typisch für Alzheimer sind bereits im frühen Stadium Sprachstörungen. Allerdings sind viele Betroffene noch lange in der Lage, ihre Schwierigkeiten bei der Sprachverarbeitung oder der Wortfindung zu vertuschen. So gelingt zunächst der Nachweis nur über Tests. Es lässt sich von Neurologen abklären, ob solche Anzeichen möglicherweise stressbedingt sind oder ob sich das frühe Stadium einer Alzheimer-Demenz entwickelt.
Es gibt neu ausgearbeitete Testverfahren, mit welchen sich eine Alzheimer-Demenz von einer Altersdemenz unterscheiden lässt wie z. B. den Mini Mental Status Test (nach Folstein), oder gegen eine Depression abgrenzen lässt, wie den Test zur Früherkennung von Demenzen mit Depressionsabgrenzung. Zur Verfügung stehen ferner das EDC-Checksystem Hirnleistungsstörungen sowie ein Screening-Instrument mit Uhrentest (Alzheimer-Kranke haben Schwierigkeiten, das Zifferblatt zu identifizieren).
Der zweite Schritt ist ein umfassendes Diagnoseverfahren, am besten in einer Fachklinik, das neurologische und psychiatrische Untersuchungen, EEG, Computer- oder Kernspinresonanz-Tomografie des Gehirns sowie Laboruntersuchungen einschließt. Diesen Ergebnissen entsprechend erhält der behandlende Arzt oder die Ärztin Therapieempfehlungen.