Alzheimer: Diagnose von Gedächtnisstörung
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Wenn Sie Schwierigkeiten haben, sich an Daten, Verabredungen und andere wichtige Ereignisse zu erinnern, sollten Sie zum Arzt gehen. Sie werden wahrscheinlich zu einem Neurologen überwiesen, der verschiedene Tests mit Ihnen machen wird.
Zunächst wird Ihr Arzt mit Ihnen ein ausführliches Gespräch führen. Sie oder eine Ihnen nahe stehende Person werden gefragt, ob sich Ihr Gedächtnis, Ihre Persönlichkeitsstruktur oder Ihr Verhalten verändert haben. Sie werden über Ihre medizinische Vorgeschichte befragt, über die eingenommenen Medikamente und darüber, ob Sie einen Schlaganfall erlitten haben oder an einer Depression, einer Alkoholabhängigkeit, einer Gehirnverletzung oder anderen neurologischen Erkrankungen leiden. Das alles kann nämlich zu einem Gedächtnisverlust beitragen und ähnliche Symptome wie bei der oben beschriebenen neuropsychologischen Störung hervorrufen.
Mögliche Untersuchungen sind:
Bildgebende Verfahren – Dazu gehören Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRI). Ärzte können mithilfe beider Verfahren sehen, ob der Hippokampus geschrumpft ist. Auch andere Abnormitäten im Gehirn können sie damit identifizieren.
Neuropsychologische Tests – Neuropsychologische Funktionen wie beispielsweise Aufmerksamkeit, Lernfähigkeit, Gedächtnis, Sprache und räumliches Vorstellungsvermögen können getestet und mit Ergebnissen anderer Personen gleichen Alters und ähnlichen Bildungsstandes verglichen werden.
Angabe von Gedächtnisstörungen – Störungen wie zum Beispiel das Vergessen einer Mahlzeit oder das Verlegen von Schlüsseln sind im Alter häufig. Wenn jedoch wiederholt wichtige soziale Ereignisse oder geschäftliche Zusammenkünfte vergessen werden, kann dies ein Signal einer ernsteren Störung sein.
Bluttests, neurologische und andere Untersuchungen helfen, andere Ursachen auszuschließen, und tragen zu einer besseren Gesamtdiagnose Ihres Zustands bei. Selbstständigkeit und soziale Aktivität sind durch die Erkrankung meist nicht betroffen
Für die Diagnose einer leichtgradigen neuropsychologischen Störung gelten folgende Kriterien:
Normale allgemeine kognitive Funktionen – Meist können Personen mit leichtgradigen neuropsychologischen Störungen weiter selbstständig und sozial aktiv bleiben. Anzeichen und Symptome, die nicht mit der Gedächtnisleistung zusammenhängen, aber häufig mit einer Alzheimer-Krankheit assoziiert sind wie Sprachstörungen, mangelndes Unterscheidungsvermögen, Beeinträchtigung kritischen Denken sowie gestörtes Lese- und Schreibvermögen, treten bei Personen mit leichtgradigen neuropsychologischen Störungen im Allgemeinen nicht auf.
Schlechtes Gedächtnis im Vergleich zu anderen Personen desselben Alters und ähnlichen Bildungsstandes – Personen mit leichtgradigen neuropsychologischen Störungen können bei den meisten intellektuellen Fähigkeiten ähnliche Leistungen erbringen wie gleichaltrige Personen. Jedoch sind ihre Gedächtnisleistungen, insbesondere die des Kurzzeitgedächtnisses, meist schlechter.