Alzheimer: Beugen Sie schon in jungen Jahren vor
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Alzheimer
GNL5356
Bewegung und gesunde Ernährung halten nicht nur Ihren Körper, sondern auch Ihren Geist fit. Und sie wirken in Kombination mit anderen Methoden sogar so weit, dass Sie damit einer Alzheimer-Erkrankung vorbeugen können.
Der Psychiater Alois Alzheimer (1864 bis 1915) hat die Krankheit als erster Mediziner entdeckt. Er fand krankhafte Eiweißablagerungen, verklebte Faserbündel und abgestorbene Nervenzellen im Gehirn einer Betroffenen. Fest steht heute, dass bei Alzheimer-Kranken Gehirnzellen absterben und sich Eiweiß-Spaltprodukte (Amyloide) ablagern. Diese behindern die Reizübermittlungen zwischen den Nervenzellen, die für die Gedächtnisleistungen notwendig sind. Außerdem ist das Gleichgewicht der Botenstoffe Acetylcholin und Glutamat im Gehirn gestört. Während vom Botenstoff Acetylcholin immer weniger produziert wird und Gedächtnissignale so nicht mehr weitergeleitet werden können, wird vom Botenstoff Glutamat zu viel ausgeschüttet, was schließlich zum Absterben der Nervenzellen führt. Die Folge: Selbst intakte Nervenzellen können ihrer Gedächtnisarbeit nicht mehr nachkommen.
So können Sie auch schon in jungen Jahren vorbeugen
Es gibt einige Methoden, mit denen Sie Ihr Alzheimer-Risiko möglicherweise senken können. So zeigen neue Forschungsergebnisse, dass Menschen, die aktiv am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilnehmen, Sport treiben und ein reges soziales Leben führen, seltener an Alzheimer erkranken.
1. Trainieren Sie Ihre grauen Zellen: Nur wer regelmäßig verschiedene Hirnleistungen gleichzeitig trainiert, beugt dem geistigen Abbau wirksam vor. Besonders gut schützt eine Kombination aus körperlichem und geistigem Training vor Demenz. Um die Gehirndurchblutung während des geistigen Trainings zu verbessern, reicht es schon, täglich mindestens fünf Minuten einen Luftballon mit einem Finger der rechten Hand zu einem der linken hin und her zu bugsieren.
2. Suchen Sie sich Gesellschaft: Wer einsam und zurückgezogen lebt, hat als älterer Mensch ein höheres Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Offenbar liefern Gedankenaustausch, neue Eindrücke und Geborgenheit dem Gehirn wichtige Impulse.
3. Bleiben Sie in Schwung: Regelmäßige Bewegung durch flotte Spaziergänge oder angemessene sportliche Betätigung hält den Körper in Form. Insbesondere das Tanzen ist hier sehr zu empfehlen.
4. Gesunde Ernährung: Die Vitamine A, C und E, enthalten in Obst, Nüssen, Keimen und pflanzlichem Öl sowie grünem und rotem Gemüse, wirken als Radikalfänger und Antioxidantien und schützen die Körperzellen vor aggressiven Substanzen. Fisch sollte jede Woche einmal auf dem Speiseplan stehen. Wichtig: ausreichend Flüssigkeit. Andernfalls trocknen die grauen Zellen aus.
5. Risikofaktoren meiden: Mediziner beobachten, dass die Symptome von Alzheimer früher auftreten, wenn gleichzeitig die Durchblutung des Gehirns gestört ist. Deshalb schützt all das vor dem Vergessen, was auch einem Schlaganfall vorbeugt: Bluthochdruck, erhöhten Blutzucker und Herzrhythmusstörungen behandeln, Stress vermeiden, Übergewicht abbauen, nicht rauchen.
Bei Frauen haben vermutlich die körpereigenen Östrogene eine schützende Wirkung. Vermutlich mildern Östrogene im Gehirn die zellschädigende Wirkung so genannter freier Radikale. Auch Soja-Produkte zeigen eine vorbeugende Wirkung, weil sie Phytoöstrogene enthalten, die im Körper eine hormonähnliche Wirkung haben. Auch in Leinsamen sind diese Wirkstoffe enthalten.
ähnliche Beiträge
- So beugen Sie der Alzheimer-Erkrankung wirksam vor
- Was tun bei Krampfadern in jungen Jahren?
- Mit Gartenarbeit beugen Sie Alzheimer vor
- Teil des grünen Tees könnte vor Alzheimer schützen
- Angst vor Alzheimer-Diagnose gefährdet Therapieerfolg
- Senken Sie Ihr Alzheimer-Risiko um phantastische 50 % – oder gar 76 %