ADHS: Behandlung
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GNL5356
ADHS bei Erwachsenen wird meist mit einer Kombination von Medikamenten, Psychotherapie oder Verhaltenstraining behandelt. Wenn noch eine andere Störung vorhanden ist, wie Depression oder Ängstlichkeit, muss auch diese behandelt werden.
Obwohl es dem Behandlungsziel zu widersprechen scheint, beruht eine erfolgreiche ADHS-Therapie auf stimulierenden Medikamenten. Diese scheinen die Wirkung eines Transmitters namens Dopamin zu blockieren, und die Wirkung von adrenalinähnlichen Transmittern im Stirnlappen des Gehirns zu erhöhen. Bislang ist nicht genau bekannt, warum sie wirken. Man weiß jedoch, dass sie im Gehirn das Gleichgewicht derjenigen Transmitter fördern, die mit Aktivitätsniveau und Wohlgefühl verbunden sind. Die ADHSMedikamente helfen im Algemeinen bei der Linderung der Kernsymptome Konzentrationsschwäche und übermäßiger oder impulsiver Aktivität.
Zu den häufig verschriebenen Medikamenten gehören Methylphenidat (Ritalin®, Concerta® u. a.), Dextroamphetamin (Dexedrin®, Dextrostat® u. a.) und Dextroamphetamin / Amphetamin (Adderall®). Eine weitere Option kann der Wirkstoff Atomoxetin (Strattera®) sein. Teilweise werden auch andere Medikamente verschrieben.
Besprechen Sie sorgsam die Möglichkeiten mit Ihrem Arzt und berücksichtigen Sie eventuelle Nebenwirkungen dieser Substanzen auf Herz und Kreislauf bezüglich Blutdruck, Puls und Herzrhythmus. Außerdem sollten Sie mögliche Suchtgefahren oder andere schwere Nebenwirkungen mit Ihrem Arzt besprechen.
Viele Erwachsene mit ADHS empfinden eine psychologische Beratung als hilfreich. Für die meisten Betroffenen mag eine solche Beratung ausreichen. Ein Psychotherapeut oder Verhaltenstherapeut kann Ihnen beibringen, wie Sie sich so an tägliche Situationen anpassen, dass Sie den Alltag optimal bewältigen können.
Wenn Sie eine Psychotherapie oder eine Verhaltenstherapie in Betracht ziehen, fragen Sie den Therapeuten nach seiner Erfahrung mit ADHS, besonders nach Fortbildungen und Zeugnissen.
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