Neuraltherapie bekämpft Ihre Schmerzen in Sekundenschnelle
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 7. August 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
Bei der Neuraltherapie nach Dr. Huneke werden örtlich wirksame Betäubungsmittel gespritzt, um chronische Schmerzen zu lindern. Zu verdanken ist diese Methode einem ärztlichen Kunstfehler: Dr. Ferdinand Huneke spritzte seiner migränegeplagten Schwester versehentlich ein Betäubungsmedikament - das Procain - in die Armvene. Daraufhin verschwanden die Plagegeister im Kopf in Sekundenschnelle. Heute wird die Therapie von den Naturheilärzten als naturgemäße Heilmethode anerkannt. Erste wissenschaftliche Nachweise sind viel versprechend.
Die Anhänger von Huneke erklären die Wirkung so: Bei Verletzungen oder Entzündungen bildet sich ein Störfeld im Körper, das die umgebenden Nerven reizt. Diese senden dann winzige elektrische Impulse ins Nervensystem, was der Organismus auf Dauer nicht verträgt. Er reagiert mit Schmerzzuständen - sei es mit Migräne, Rheuma oder Neuralgien. Eine Procain-Injektion beziehungsweise eine Spritze, in der nur Kochsalzlösung enthalten ist, gibt den Nerven einen starkem Impuls, das Störfeld auszuschalten. Die Schmerzen verschwinden. Man ist sich noch nicht ganz einig, ob die Wirkung vom Procain herrührt oder vom mechanischen Reiz des Einstichs.
Die Neuraltherapie sollte nur durch ausgebildete Ärzte durchgeführt werden. Obwohl Nebenwirkungen selten sind, kann es zu Unverträglichkeitserscheinungen auf das Betäubungsmittel kommen, die sofort notärztlich behandelt werden müssen. Gegenanzeigen sind zudem Herzleiden, Bluthochdruck oder die Einnahme blutgerinnungshemmender Mittel.
ähnliche Beiträge
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Eberhard (07.08. 2009 16:18 Uhr):
Ja, der Beitrag war wiedermal sehr lehrreich, obwohl eigentlich schon ein alter Hut. Mein Kommentar dazu: Mein Vater ist in den 50er Jahren zu dieser Behandlung nach Magdeburg aus dem Vogtland gefahren und hat im Ruecken Schmerzen zeitweilig wegspritzen lassen, m.W. von Dr. Huneke selbst. Die kriegsbedingten Schmerzen im Kreuzbein sind dann eine zeitlang nicht wiedergekommen, in einzelnen Faellen aber schon wenige Stunden danach, als die Wirkung von Procain nachliess.
Antworten - Kommentar von Gert Desnizza (07.08. 2009 18:52 Uhr):
Mit großem Interesse habe ich den Beitrag zur Schmerzbekämpfung gelesen. Mein Bruder Dr. Volker Desnizza hat diese Methode von Hunnecke weiterentwickelt und hat unzählige Patienten von ihrem Leiden befreit. Für seine Methode wurde er natürlich nicht belohnt sondern von "bekannten Kreisen" bekämpft, da hierbei fast keine Medikamente eingesetzt wurden. Mein Bruder starb aus anderer Ursache an Leukämie und seine Methode wird nur noch von wenigen Ärtzten praktiziert. Nachzulesen unter Google Therapie nach Dr. Desnizza.
Antworten- Antwort von Dr Bernd Sadler (17.04. 2010 22:03 Uhr):
sehr geehrter Herr Desnizza, ich wende seit Jahren inmeiner orthopädischen Facharztpraxis Kochsalzinjektionen an der Wirbelsäule mit Erfolg an. Mich würde interessieren, welche Kollegen in Deutschland ebenfalls die Methode Ihres Bruders anwenden, um einen Gedankenaustausch zu ermöglichen. Auch würde mich interessieren, ob es einen legitimen Nachfolger Ihres Bruders gibt, der seine Originaltherapie beherrscht.
- Antwort von Dr Bernd Sadler (17.04. 2010 22:03 Uhr):
- Kommentar von Maria Hakim (08.08. 2009 15:04 Uhr):
Gibt es hier auch Erfahrungen im Bereich der Polyneuropathie, wenn keine Ursache festgestellt werden konnte? MFG Maria Hakim
Antworten- Antwort von harald (02.05. 2010 06:07 Uhr):
leide schon das 3. jahr an polyneuropathie,unklare ursache. seit kurzem nehme ich gabapentin, bitte um hilfe.
- Antwort von harald (02.05. 2010 06:07 Uhr):