Neues Medikament gegen sexuelle Unlust

in Täglich Gesund
vom


Jede zehnte Frau hat zu wenig Lust auf Sex. Das gilt bei Medizinern und Pharmaindustrie als die am häufigsten auftretende Sexualstörung, die nach Abhilfe verlan g t. Deshalb sind sie schon länger auf der Suche nach einem umsatzträchtigen Viagra für Frauen. Zurzeit wird zu diesem Zweck der Wirkstoff Flibanserin getestet, der ursprünglich als Antidepressivum gedacht war.


Bei Frauen und im Tierversuch zeigte er positive Ergebnisse. Ihre Libido wurde gesteigert, und es kam häufiger zu befriedigenden sexuellen Kontakten. Allerdings berichteten die Versuchsfrauen aus der Placebo-Gruppe von ähnlichen Auswirkungen. Flibanserin kann nicht nur im „Bedarfsfall" eingenommen werden, sondern muss täglich geschluckt werden. Zudem kann es vier Wochen dauern, bis sich ein erstes Anzeichen von Lust und Begierde zeigt. Das erhöht zur Freude der Industrie die Kosten und das Risiko von Nebenwirkungen. Über die spricht jedoch niemand.

Kritikerinnen behaupten, dass die sexuelle Unlust von Frauen ein am grünen Tisch der Pharmaindustrie entstandenes Leiden ist, mit dem man einzig und allein Geld verdienen möchte. Einen gewichtig klingenden Namen hat man für die weibliche Lustlosigkeit auch bereits gefunden: „ Hypoactive Sexual Desire Disorder", kurz HSDD.

Viele Frauen haben jedoch eine ganz normal nicht so ausgeprägte sexuelle Lust und auch gar keinen Leidensdruck. Das liegt zum einen an entwicklungsgeschichtlichen Gründen. Denn wenn Frauen bereits Kinder haben, „brauchen" sie keinen Sex mehr - jedenfalls theoretisch, denn zur Fortpflanzung ist er ja nicht mehr nötig. Viele Frauen vermissen ihn gar nicht. Zum anderen sind Frauen sehr häufig so überbelastet, dass für entspannten Sex kein Raum mehr bleibt. Nicht zuletzt spielen Probleme in der Partnerschaft oder die nicht vorhandene Partnerschaft eine große Rolle. Bei älteren Frauen ist der Grund häufig auch eine Depression.


von
Sylvia Schneider

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Kommentar von Elke

Endlich hat man nun etwas gegen die"Lustlosigkeit" der Frau gefunden. Ich gehöre zwar auch zu jener der 10. Frauen welche selten Sex benötigen, aber ich bin deshalb weder behandlungsbedürftig noch depressiv. Wenn man eben außer Sex zu haben sich mit nichts anderem beschäftigen kann, bzw. über einen niederen Geist verfügt, ist es kein Wunder.Doch woher kommt die Erkenntnis, dass die Frauen angeblich so lustlos sind ? Natürlich von den bedauernswürdigen und vernachlässigten Männern. Dazu kann ich nur noch die Kritikerinnen zitieren: Kritikerinnen behaupten, dass die sexuelle Unlust von Frauen ein am grünen Tisch der Pharmaindustrie entstandenes Leiden ist, mit dem man einzig und allein Geld verdienen möchte. Einen gewichtig klingenden Namen hat man für die weibliche Lustlosigkeit auch bereits gefunden: „ Hypoactive Sexual Desire Disorder", kurz HSDD.

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Antwort von Andreas:

Die erkenntnis, dass viele Frauen so lustlos sind muss nicht zwingend von den "bedauernswürdigen und vernachlässigten Männern" stammen, denn für nicht wenige Frauen stellt es selbst ein Problem dar. Zudem gibts aus der Perspektive des Mannes genug Frauen, die viel Lust auf Sex haben, dann schnappt man sich eben eine solche. Das problem, dass z.B. durch externe Einflüsse oder Medikamente ein für Frauen auf längere Sicht durchaus unbefridigende Situation ergeben kann wird hier im Artikel als auch im ersten Kommentar völlig verkannt. Gerade, wenn ein stärkeres sexuelles Bedürfnis mit "niedrigerem Geist" oder "sich mit nichts anderem beschäftigen können" gleichgesetz wird, diskreditiert sich die Autorin doch selbst.

Antwort von garina:

Ich habe gegen Lustlosigkeit der Frau Femigra benutzt. Das Mittel wirkt toll und ohne Nebenwirkungen. Femigra funktioniert wie Viagra fur Manner. Die Tabletten sind ganz stark und effektiv. Ich finde diese Pillen Online bei www.viagra-free.com