Neuer Test kann falsche Biolebensmittel enttarnen

Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom


von Dr. Martina Hahn-Hübner

Liebe Leserin, lieber Leser,

vielleicht haben Sie es auch schon gemerkt: Nicht nur Bio-Läden schießen wie Pilze aus dem Boden. Auch „normale“ Discounter haben mittlerweile viele Biowaren im Angebot und am Wochenende sind mir bei einer großen Bekleidungskette T-Shirts aus Biobaumwolle aufgefallen. Unter uns, die waren so schön, dass ich gleich vier Stück mitnehmen musste.


Aber kann der Biomarkt eigentlich diese große Nachfrage an Produkten decken? Oder besteht die Gefahr, dass fälschlich als Biolebensmittel bezeichnete Waren auf den Markt kommen? Spanische Forscher haben jetzt eine Methode entwickelt, um falsche Biolebensmittel zu entdecken. Sie gehen davon aus, dass konventionell hergestellte Lebensmittel gedüngt werden – hierfür wird so genannter synthetischer Mineraldünger verwendet. Dieser enthält viel weniger 15 N, ein bestimmtes Stickstoff-Isotop.

Die Wissenschaftler haben Paprika getestet, sowohl Bioware als auch konventionell hergestellte Lebensmittel. Sie stellten fest, dass die Pflanzen, die mit Schaf-, Pferde- oder Hühnerdung gedüngt wurden, tatsächlich mehr 15N enthielten als konventionell gezüchtete und gedüngte Pflanzen. Das traf übrigens nicht nur auf die Pflanze an sich zu, sondern auch auf die Früchte. Die Forscher gehen davon aus, dass man mit dieser Methode Bio-Fälschern besser auf die Schliche kommen kann.

Bleiben Sie gesund,

Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner


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