Neuer Handy-Vertrag? Worauf Sie achten müssen
Dr. Dietmar Kowertz in Verbraucherschutz Vertraulich
vom 14. August 2008, 10:00 Uhr
GNL5356
Mailbox: einige Anbieter verlangen pro Abfrage bis zu 39 Cent. Mein Tipp: Sie sind häufig nicht erreichbar? Wählen Sie einen Anbieter aus, bei dem die Abfrage kostenlos ist!
Rufumleitung: Wer nicht schnell genug ist, hat Pech: Eingehende Anrufe werden häufig schon nach kurzer Zeit auf die Mailbox umgeleitet. Die lässt sich bei manchen Netzen aber nicht deaktivieren. Das Abhören der Nachricht ist zwar kostenlos, doch Sie müssen - so das Kalkül der Discounter - den verpassten Gesprächspartner zurückrufen. Mein Tipp: Wählen Sie diese Anbieter nur, wenn Sie Ihr Handy meistens griffbereit haben!
Taktung: Manche Telefongesellschaften rechnen in der so genannten 60/60-Taktung ab, d.h. jede angefangene Minute wird voll berechnet. Mein Tipp: Wählen Sie einen Anbieter, der ab der zweiten Telefonier-Minute sekundengenau (60/1) taktet!
Nummernmitnahme: Wenn Sie Ihre bisherige Handy-Nummer mitnehmen möchten, etwa weil Sie diese in Briefpapier und Visitenkarte verewigt haben, bleiben Ihnen nur wenige Anbieter. Bei den anderen müssen Sie mit einer neuen Nummer vorlieb nehmen.
Ausland: Telefonieren, Kurzmitteilung per SMS, Mailbox: Außerhalb Deutschlands verteuern sich die verlockenden Einheitstarife. Mein Tipp: Wenn Sie viel mobil telefonieren müssen, sollten Sie sich im Reiseland eine Prepaid-Karte eines einheimischen Netzbetreibers kaufen.
Sondernummern: Wetter, Verkehr oder Auskunft - auch bei den Billiganbietern sind Verbindungen zu Service- und Mehrwertdiensten deutlich teurer. Mein Tipp: Verzichten Sie darauf!
Teure Hotlines: Wer Fragen an seinen Handydiscounter hat, wird zur Kasse gebeten. Der Anruf bei den Hotlines kostet bis zu 1,99 Euro pro Minute. Mein Tipp: Studieren Sie im Internet erst die FAQ (häufig gestellte Fragen), bevor Sie die Hotline anrufen.