Neue Lebensenergie dank Kraftwurzel Ginseng
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Ginseng
vom 17. August 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
der goldgelben Wurzel werden wahre Wunderwirkungen nachgesagt. In ihrer Heimat - dem fernen Asien - wird sie gegen alles und jedes eingesetzt. Bei uns findet Ginseng (Panax ginseng) heute auch in der Wissenschaft Anerkennung. Er soll vor allem kräftigend bei Erschöpfungszuständen wirken.
Der chinesische Kaiser Shen Nung soll die Heilkraft der Wurzel vor etwa 5.000 Jahren als Erster erkannt haben. Sie erfuhr rasche Wertschätzung und wird im Volksmund noch heute „Kraftwurzel" genannt. Wegen ihrer vielfältigen Heilwirkungen war sie seit jeher heiß begehrt. Vor allem glaubte man, dass in ihr das Geheimnis der Unsterblichkeit schlummere. Doch kostete die Wunderwurzel auch ein stattliches Sümmchen, denn sie wuchs nur in beschwerlich zu erreichenden, unwegsamen Bergregionen. Die Nachfrage überstieg das Angebot bei weitem. Das führte dazu, dass die Ginsengwurzel zeitweise erheblich teurer war als Gold. Auch den Indianern ist die heilsame Kraft der Ginseng-Wurzel seit mehr als 3.000 Jahren bekannt.
Man vermutet, dass die Holländer die Wurzel nach Europa brachten. Aber auch Marco Polo soll sie in seinem Reisegepäck gehabt habe. Erst im 20. Jahrhundert gelang es, Ginseng in Kulturen anzubauen. Die heilkräftigsten Ginsengwurzeln kommen heute aus Nordkorea und Nordchina. Die Pflege der Wurzeln ist jedoch immer noch aufwändig und langwierig, so dass der gestiegenen Nachfrage nach wie vor ein zu geringes Angebot gegenüber steht. Das verführte manch einen dazu, Herkunft und Alter der Wurzeln zu fälschen.
Botanisch ist die Wurzel mit dem Efeu verwandt, rein optisch ähnelt sie einem Mittelding zwischen Möhre und Petersilienwurzel. Die Blüten sind unscheinbar, die Frucht ist eine hellrot glänzende Beere. Arzneilich verwendet wird nur die Wurzel. Wenn die Pflanze sechs bis acht Jahre alt ist, wird die Wurzel ausgegraben und an der Luft getrocknet.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist Ginseng eines der bedeutendsten Heilmittel. Es soll auf alle Stoffwechselvorgänge positiven Einfluss nehmen und die Lebensenergie Qi harmonisieren. Auch geistiger Erschöpfung soll mit der Heilkraft der Wurzel Einhalt geboten werden. Zur allgemeinen Gesundheitsförderung setzt die TCM die Wurzel gekocht ein, zur Senkung von Fieber und zur Kräftigung nach Krankheit wird sie roh gegessen. Ginseng wird auch in der Homöopathie als Stärkungsmittel und Beschwerden des unteren Körperteils - wie Hexenschuss oder Ischias - eingesetzt.
Auch bei uns ist man inzwischen davon überzeugt, dass die Wurzel das allgemeine Wohlbefinden und die Krankheitsabwehr steigert, dem Organismus hilft, mit Stress besser fertig zu werden und die geistige Leistungsfähigkeit stärkt. Bei älteren Menschen bessert Ginseng die psychische Verfassung und bekämpft leichtere depressive Verstimmungen. Rheumatiker und Gichtkranke berichten von gelinderten Schmerzen. Ganz besonders kann Ginseng Ihnen bei Erschöpfungszuständen nützen. Dass die Wurzel auch der Liebeslust auf die Beine hilft, ist indes umstritten.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Bernd Zielinski (17.08. 2010 13:40 Uhr):
Sehr geehrte Frau Schneider; Frage: Wie geht man mit der Gingsengwurzel um? Ich meine wie wendet man sie an zu Speisen oder ... ? Mit freundlichen Grüßen Bernd Zielinski
Antworten - Kommentar von Josef Groß (17.08. 2010 21:24 Uhr):
Sehr gehrte Frau Sylvia Schneider, Sie schreiben von den guten Eigenschaften, die Panax ginseng für die Gesundheit haben soll. Das finde ich sehr schön. Möchte Sie fragen, ob Sie nicht so einen Beitrag auch über Morinda citrifolia - Noni - schreiben könnten. Noch lieber wäre es mir, wenn Sie, Ihre Institution, es veranlassen könnten, damit mehr ernste wissenschaftliche Forschungen über Noni gemacht würden. Noni hat doch die gleichen holistischen Eigenschaften, - und vielleicht noch mehr als Panax ginseng. Und da zu noch ohne Nebenwirkungen, selbst bei Daueranwendung. Ich nehme die Noni-Früchte schon seit 3 Jahren täglich. Für die Armen, besonders in den südlichen Ländern, aber auch für die gesamte Menschheit könnte es ein großer Segen sein, wenn alle sich diese Fr0chte besorgen könnten. Der Preis, den die Amerikaner für den Nonisaft verlangen, ist unverschämt. In tropischen Ländern kann jede Familie, wenn sie bis zu 50 m2 Garten hat, 2-3 Bäumchen pflanzen, um täglich neue Frücht zu ernten, und auch noch dem Nachbar was zu geben. Kennen Sie auch Pfaffia paniculata - Ginseng Brasileiro ? Es soll auch die guten Eigenschaften von Panax ginseng haben ohne so viele Nebenwirkungen. Hochachtungsvoll Josef Groß
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