Neue Diätformen versprechen schnell purzelnde Pfunde
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Diät
vom 1. Februar 2012, 16:00 Uhr
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Wahrscheinlich ist Ihnen gerade im Moment gar nicht nach Frühling zumute. Doch schauen Sie sich in den Zeitschriftenläden um, wird Ihnen auffallen, dass die meisten bunten Blätter schon den Frühling ausgerufen haben. Eindeutige Zeichen dafür sind nicht nur die Tipps zur neuen Mode der Saison, sondern das große Thema „Diät", dass alle Jahre wieder auf den Titelblättern prangt. In diesem Jahr gibt es zwei besonders interessante Methoden, mit denen Sie Gewicht verlieren sollen - natürlich mühelos.
Die erste ist die Dukan-Diät. Benannt ist sie nach ihrem Erfinder, einem französischen Arzt, und sie hat sich zumindest hier in Deutschland schon den Beinamen „Sensation" verdient. Auf jeden Fall ist sie eines: sensationell gewöhnungsbedürftig. Denn Sie essen zunächst einmal nur Eiweiß. Fleisch, Fisch und Eier bilden Ihre Ernährung, hinzu kommt eine kleine Portion Haferkleie.
Nach und nach dürfen Sie dann auch zu Gemüse und Obst greifen - aber bitte in Maßen. Das Ziel dieser Ernährung ist eine Ernährungsweise, die sich überwiegend aus Eiweiß zusammensetzt. Außerdem sollen Sie an einem Tag pro Woche weiterhin nur eiweißhaltig essen.
Medizinisch begründet Dukan seine Diät damit, dass Eiweiß im Gegensatz zu Kohlenhydraten die Fettverbrennung verbessert, weil kein Insulin ausgeschüttet wird. Zudem macht es länger satt.
Fraglich ist allerdings, ob Sie diese Ernährungsform lange durchhalten - und gerade, wenn Sie unter Nierenproblemen leiden, dürfen Sie sich auf keinen Fall so ernähren. In Frankreich übrigens, dem Herkunftsland von Dukan, wird die Ernährungsweise nicht als sensationell bezeichnet. Hier ist sie schon länger bekannt - die dortige Gesundheitsbehörde erklärt sie schon lange als nicht geeignet.
Wirklich interessant dagegen klingt eine andere Methode: die Entspannungs-Diät. Hierbei geht man von der Tatsache aus, dass Menschen, die unter Stress stehen, viel und gerne essen. Allerdings greifen sie dann eher zu ungesunden Speisen, die sie nebenbei zu sich nehmen. Salat und Obst stehen ganz unten auf der Speiseliste der Gestressten, Fast Food und Schokolade dagegen an der Spitze.
Dementsprechend soll erst der Stress abgebaut werden - danach läuft es mit dem gesunden, ausgewogenen Essen und den purzelnden Pfunden ganz von selbst. Denn wenn es der Psyche gut geht, dann müssen Sie sich nicht mit angeblichen Glücklichmachern wie Schokolade trösten - von daher kann dieses Konzept tatsächlich fuktionieren!