Nebenwirkungen sind bei der Neuraltherapie selten
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 14. April 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
Bei der Neuraltherapie werden die lokalen Betäubungsmittel ohne Zusätze verabreicht, so dass es sich prinzipiell um ein außerordentlich nebenwirkungsarmes Verfahren handelt. Dennoch kommt es vor bei tiefen Einstichen immer wieder zu Zwischenfällen, die in extrem seltenen Fällen auch dramatisch sein können.
Mit diesen negativen Begleiterscheinungen müssen Sie unter Umständen rechnen:
- kräftiger Puls
- allgemeines Wärmegefühl
- Schwindel
- Übelkeit, Erbrechen
- Herzrhythmusstörungen, Kollaps
- Weinkrämpfe (insbesondere nach Injektionen in der Schilddrüsen-Region beziehungsweise im gynäkologischen Bereich)
- allergische Reaktionen (selten)
Die Wirksamkeit der Neuraltherapie konnte bislang nicht befriedigend wissenschaftlich belegt werden. Es gibt dazu leider erst wenige Untersuchungen. Erste Ansätze sind positiv. Jedoch sind die Teilnehmerzahlen der Studien noch zu gering, um aussagekräftige Ergebnisse zu erbringen. Die Kosten für die Behandlung müssen Sie deshalb aus eigener Tasche bezahlen. Eine Behandlung kostet - je nachdem, was gemacht wird - etwa 20 bis 30 Euro und mehr.