Naturheilmittel bei Erkältung: Wie wirksam sind sie wirklich?
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 17. Januar 2012, 16:00 Uhr
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Im Moment haben Erkältungen Hochkonjunktur. Um den Verlauf eines solchen Infektes abzuschwächen, aber auch, um sich davor zu schützen, vertrauen viele Menschen auf Naturheilkunde, dabei speziell auf pflanzliche Präparate. 78 Prozent aller Deutschen verzichten zunächst einmal auf „Chemie", 3 Millionen Euro pro Jahr werdenin Deutschland für pflanzliche Erkältungsmedikamente ausgegeben. Von den Krankenkassen wird kaum etwas von dieser Summe erstattet. Der Grund für diesen Hype, der um die pflanzlichen Medikamente entstanden ist: Immer noch hält sich der Irrglaube, dass pflanzlich gleichbedeutend mit „sanft" und „ungefährlich" ist und von diesen Mitteln keine, zumindest aber kaum Nebenwirkungen ausgehen. Dies ist falsch - fraglich ist zudem, ob die pflanzlichen Präparate auch tatsächlich wirken.
Eines der beliebtesten Mittel, um einer Erkältung vorzubeugen oder die Symptome zu lindern, ist Echinacea, der nordamerikanische Sonnenhut. Es gibt verschiedene Studienergebnisse - wirken diese Mittel oder nicht? Die Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Denn von Echinacea werden sowohl verschiedene Pflanzenarten als auch unterschiedliche Pflanzenteile verwendet. Dementsprechend unterscheiden sich verschiedene Präparate auch in ihrer Wirkung. Bewiesen ist zwar, dass Echinacea Erkältungssymptome lindern kann. Ob sich die Mittel aber zur Vorbeugung eignen, konnte bisher nicht geklärt werden.
Hinzu kommt, dass nicht jeder Echinacea-Präparate anwenden sollte. Leiden Sie unter chronischen Erkrankungen, sollten Sie auf die Mittel verzichten. Regen diese Ihr Immunsystem an, kann sich dies negativ auf Ihren Krankheitsverlauf auswirken. Verzichten sollten Sie auch auf diese Mittel, wenn Sie gegen Korbblütler allergisch sind - es kann zu Allergie-Symptomen kommen.
Ähnlich beliebt wie Echinacea ist auch Umckaloabo. Eingesetzt wird es bei Infekten, die durch Viren ausgelöst werden. Wirkstoffe in dem Mittel sorgen dafür, dass der Schleim schneller über die Flimmerhärchen der Atemwege abtransportiert werden kann. Zudem soll Umckaloabo die Abwehrkräfte stärken - dies konnte bis heute allerdings nicht belegt werden.
Vorsichtig sollten Sie auch sein, wenn Sie Umckaloabo über längere Zeit hinweg anwenden. Bis heute ist nicht bekannt, welche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und welche Nebenwirkungen Umckaloabo bei Daueranwendung auslösen kann.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Maritta Meckes (18.01. 2012 07:17 Uhr):
Beim geringsten Zeichen einer Erkältung nimmt mein Mann SOFORT Umckaloabo und es wirkt immer. Das ist allerdings nicht oft, da mein Mann über ein gutes Immunsystem verfügt - auch unser Apotheker nimmt seit 25 Jahren Umckaloabo und hat gute Erfahrungen gemacht. Ich persönlich nehme bei den geringsten Anzeichen Meditonsin und hatte schon lange keine Erkältung mehr.
Antworten - Kommentar von Sdelheid Schinol (18.01. 2012 12:31 Uhr):
Ihnen, Frau Dr. (med.???) Hahn-Hübner, empfehle ich dringend, sich eingehend mit der Naturheilkunde zu beschäftigen, bevor Sie solch einen Artikel veröffentlichen und damit die Menschheit verwirren bzw. hierdurch falsche Informationen bekommt. Sie dürfen gerne einmal eine Woche in meiner Praxis hospitieren, damit Sie an Ort und Stelle erfahren, wie die Natur bei Erklältungsgeschehen wirkt und welche Verfahren hinzugezogen werden können um einem grippalen Infekt schnell entgegenzuwirken und das auch noch o h n e Nebenwirkungen.
Antworten - Kommentar von Rita Florin (18.01. 2012 20:05 Uhr):
Zum Glück gibt es nicht nur 2 Pflanzen,die bei Erkältungen helfen. Ich möchte dem noch hinzufügen, dass es eine hervorragende Hildegard von Bingen- Naturmedizin gibt. Diese kann jeder vertragen und in Östreich gibt es eine ganze Klinik, die auf Hildegard- Medizin heilt. Das Grippemittel heißt Pilogrip (Pelargoni-Tabs).
Antworten - Kommentar von Tatjana seeger (19.01. 2012 15:40 Uhr):
Sie schreiben über Gesundheit und sind der Meinung, dass Naturheilmittel keine Wirkung haben und sogar gesundheitsschädlich sind???? Was sind dann die "chemischen Keulen"? Haben diese vielleicht keine Nebenwirkungen an denen jährlich viele Menschen sterben? So etwas wird natürlich wieder verschwiegen, aber Vermutlich sind Sie von der Pharmaindustrie gesponsort und ausgebildet worden, sonst würden Sie nicht so einen unqualifizierten Mist verbreiten!
Antworten - Kommentar von Martina Witzel (25.01. 2012 08:15 Uhr):
Wenn Sie schreiben: "Regen diese Ihr Immunsystem an, kann sich dies negativ auf Ihren Krankheitsverlauf auswirken." - ist dies erklärungsbedürftig, denn ich habe noch nie gehört oder gelesen, dass sich die Aktivierung des Immunsystems (also der Selbst HEILUNGS kräfte) zu einer Verschlechterung führen soll. Auch die Formulierung, dass die sanfte Wirkung von pflanzlichen Präparaten ein Irrglaube sei, paßt nach meiner Meinung nicht zum aktuellen Wissensstand.
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