Urwald-Apotheke: Eine Fundgrube
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Auf der Suche nach neuen Heilkräften durchforsten Ethnobotaniker und Pharmakologen heute weltweit alle Pflanzenmeere mit solchen Bioschätzen. Etwa 200 Pharmafirmen sind daran beteiligt. Allein gegen Krebs werden mehr als tausend Heilsubstanzen in den Tiefen der Urwälder vermutet. Das Nationale Krebsinstitut der USA testet derzeit Tausende von Pflanzenextrakten auf ihre Anti-Tumor-Wirkung. Aus einem Extrakt der Pazifischen Eibe entstand beispielsweise die chemische Verbindung Taxol, in die große Hoffnungen bei der Behandlung von Brust- und Lungenkrebs gesetzt werden.
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Die Natur bringt millionenfach mehr Heilstoffe hervor, als Chemiker jemals im Labor synthetisieren könnten. Ein einziger Pflanzenextrakt kann bis zu 200 verschiedene Substanzen enthalten. Und höchstwahrscheinlich ist es gerade dieses spezielle Gemisch, das die Natur so gänzlich ohne den Einfluss des Menschen hervorbringt, welches die magischen Heilkräfte auf die Gesundheit entfaltet. Wissenschaftler schätzen, dass weltweit etwa eine halbe Million Arten existiert. Die Hälfte davon soll in der Pflanzenwelt Amazoniens zu Hause sein.