Schüßler-Salze: Allgemeines
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Mineralstoffe sind ebenso wie Vitamine für das Funktionieren von Körper und Seele unerlässlich. Immer häufiger wird vor einer unausgeglichenen Mineralstoffbilanz gewarnt. Mineralstoffe in homöopathischen Dosierungen nach Dr. Schüßler sollen hier Abhilfe schaffen.
Es gibt keine menschliche Zelle, die ohne mineralische Verbindungen funktioniert. Die einzelnen Mineralstoffe haben dabei unterschiedliche Aufgaben. So ermöglichen oder beschleunigen sie die Reaktionen des Stoffwechsels.
Ein Mineralmangel führt schnell zu Störungen des Stoffwechsels und der Organfunktionen. Deshalb müssen die Mineralstoffe stets in den richtigen Mengen im Körper vorliegen (siehe Tabelle). Ein Teil von ihnen wird über Schweiß, Urin und Stuhl wieder ausgeschwemmt. Deswegen müssen sie immer wieder aufgefüllt werden.
Es wird unterschieden zwischen Mineralstoffen, die innerhalb – Betriebsstoffe – und außerhalb – Baustoffe – der Zelle wichtig sind. Sie müssen sich in einem bestimmten Verhältnis zueinander befinden. Dieses Verhältnis versucht der Körper auch unter schwierigen Umständen aufrechtzuerhalten.
Im Zellinnern fehlt es oft an Mineralstoffen
Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821–1891) war ein niedergelassener homöopathisch arbeitender Arzt in Ol-denburg bei Bremen. Er war mit den ihm zur Verfügung stehenden Heilmethoden nicht zufrieden und machte sich auf die Suche nach neuen einfachen Heilweisen. Ganz besonders beschäftigte ihn dabei die Mineralstoffbilanz des Menschen. Er glaubte, dass viele Krankheiten auf einem Mangel an Mineralstoffen basieren – und zwar auf einem, der innerhalb der Zelle herrscht. Wenn der Mangel innerhalb der Zelle ausgeglichen werde, könne der Körper gesunden, so meinte er. Seine zweite Erkenntnis basierte auf seinen homöopathischen Grundlagen: „Um Schaden zu verhüten und um die Mittel aufnahmefähig für die Zelle zu machen, müssen dieselben potenziert (verdünnt) werden.“
Wir wissen heute, dass Mineralstoffe, die als Nahrungsergänzungsmittel verabreicht werden, den Organismus belasten und unerwünschte Nebenwirkungen verursachen können, insbesondere wenn sie überdosiert oder sehr lange eingenommen werden. Zu Zeiten von Dr. Schüßler standen bei weitem weniger ungefährliche und gut verträgliche Arzneistoffe zur Verfügung. Dies war ein ganz entscheidender Grund für die Entwicklung der homöopathischen Therapierichtung überhaupt. Dementsprechend entwickelte Dr. Schüßler homöopathisch verdünnte Mineralstoffe. Da er ihre Zahl möglichst klein und übersichtlich halten wollte, beschränkte er sich auf zwölf Heilsalze, von denen er elf verwendete. Eine Überdosierung mit den verdünnten Heilsalzen ist so gut wie ausgeschlossen.
Dr. Schüßler verabreichte seinen Patienten die Heilsalze in Tablettenform. Seine Anhänger entwickelten nach seinem Tod daraus zusätzlich noch zwölf Heilsalben, die vor allem gegen Gelenkerkrankungen und Hautentzündungen eingesetzt werden.